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Ein Jahr nach der Ölpest - alles wieder gut?
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31. Januar 2023, 18:25:10
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Autor Thema: Ein Jahr nach der Ölpest - alles wieder gut?  (Gelesen 2424 mal)
Esther
Förmchen-Glucke
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Beiträge: 6073



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« am: 20. April 2011, 14:03:16 »

Liebe Förmchen,

heute ist es ein Jahr her, seit die Ölplattform im Golf von Mexico explodiert ist und danach wochenlang Öl in die Tiefsee geflossen ist.

Dieses Ereignis verschwand dann relativ rasch aus der Berichterstattung, sobald das Leck endlich abgedichtet war und die äusseren Spuren dieser Katastrophe nicht mehr so sichtbar waren. Und jetzt haben wir den Atomunfall in Japan und da interessieren vergangene Katastrophen nur noch bedingt.

Wie sieht es aber im Golf von Mexico heute aus? Wie geht es den Menschen und Tieren dort? Ist das Öl tatsächlich einfach so verschwunden, verdunstet, ohne mehr als kurzfristige Schäden zu verursachen? War alles gar nicht so schlimm?

Nun, die Fischer dort fischen wieder und machen gute Fänge. Vermutlich dank des Fangverbots als Folge der Ölpest, haben die Fischbestände gewisser Arten sogar zugelegt.
Es gibt kaum noch sichtbare Verschmutzungen an den Stränden, wenigstens an der Oberfläche.
Es gibt auch keinen Ölfilm mehr an der Wasseroberfläche.

Neue ölfressende Bakterienarten wurden gefunden, vermutlich haben sie tatsächlich viel Öl abgebaut.
Und ein Teil des Öls, das an die Oberfläche gestiegen ist, ist tatsächlich wohl verdunstet.
Allerdings wird noch etwas 25% des ausgelaufenen Öls "vermisst", das heisst, die Wissenschaftler können sich nicht erklären, wo es hingekommen ist.
Vermutlich ist es gar nicht bis zur Oberfläche gelangt, sondern in der Tiefsee nach unten gesunken und hat sich auf dem Boden abgelagert. Dort wurde eine dicke Schicht Schleim entdeckt, aber man hat noch nicht herausgefunden, WAS das genau ist.

Und was ist eigentlich mit den ganzen giftigen Ölbindemitteln passiert, die man ins Meer gekippt hat?

Es gibt sehr viele offene Fragen und man kann einfach nicht abschätzen, welche längerfristigen Folgen diese Geschichte noch haben könnte. Nach dem Exxon Valdez Unglück dauerte es vier Jahre, bis die Fischbestände zusammenbrachen. Den Fischern im Golf fällt auf, dass sie keine Jungtiere mehr in den Netzen haben. Dort könnte also das Gleiche blühen.

Und weshalb sterben so viele Delphine und Schildkröten?

Aber es wird weiter in der Tiefsee nach Öl gebohrt. Obama hat sein vorübergehendes Stop zu den Bohrungen sehr rasch wieder aufgehoben.

Mir scheint,  so lange noch so unklar ist, welches die Auswirkungen der Ölpest sind, sollte wirklich auf weitere Ölbohrungen verzichtet werden.
Bei den Atomkraftwerken hat ja auch ein Umdenken stattgefunden.
Beim Öl scheint das Vergessen viel rascher einzusetzen.

Falls ihr am Thema interessiert seid und gerne Radio hört, gibt es unter diesem Link eine Übersicht sehr guter Sendungen zum Thema zum nachhören.

Liebe Grüsse
Esther
Gespeichert

Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg,
was sie nicht sein können,
und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.

(Albert Camus)
Weisser Bussard
Gast
« Antworten #1 am: 10. Juli 2011, 00:43:37 »

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Q8eadqJ33Y4#at=88
...lohnt sich, es bis zum Ende anzusehen.

Hier noch ein interessanter link zur Physik/Chemie...
...auch wenn in der Ostsee etwas andere Bedingungen herrschen als im Golf von Mexico.
http://www2008.io-warnemuende.de/research/de_oel_allgemein.html

Was sich bei mir persönlich breit macht, ist eine gewisse Resignation.
Egal um welches Thema es geht, wenn es mit den Großen der Weltwirtschaft zu tun hat, geht es immer um RAUBbau an der Natur und Machtspielereien, die im Extremfall sogar in  Kriege ausufern.
Es ist doch letztendlich egal, ob es nun um Öl, GenTECHNIK, Uranmunition, Energiegewinnung... und und und.... geht, der Weg des geringsten Widerstandes zum Geld"verdienen" (machen), nur DIESER Weg wird der Menschheit aufgebürdet und oft sogar die ideologischen Krücken von einigen Mitbürgern gern übernommen und sogar noch verteidigt.

In Afrika sind eh alle so schwarz, da macht ein wenig Russ keinen Unterschied! Doku ARTE 2011


Hoffnung verbreiten ?... das wird doch alles flach gehalten... oder WIE erklärt es sich, das z.B. DIESES Lied nie im Radio kommt ? Gut, ich sehe ja ein, das bei der Arbeit eine Schnulze der bessere Motivator sein wird.
Xavier Naidoo - Verschieden [Official Video]

Mir erscheint es inzwischen wichtiger, das ERREICHBARE (Lebensumfeld) im Blick zu behalten und die Zeit, die einem bleibt für praktische Dinge zu verwenden.
Also ich meine damit ---> z.B. einen Nistkasten bauen und anbringen... oder auch mehrere.
Sonst bekommt man bloß Magengeschwüre wenn man sich an allem aufreibt ---> sagt der "Volksmund".
« Letzte Änderung: 10. Juli 2011, 23:00:12 von Weisser Bussard » Gespeichert
eisvogel
Gast
« Antworten #2 am: 10. Juli 2011, 23:36:34 »

Hallo zusammen

Irgendwie wird jede Katastrophe, durch eine noch schlimmere, immer schneller vergessen.
Tatsächlich schreibt keine Zeitung mehr über das Unglück vor einem Jahr.

5 Tage nach dem Atomunglück in Japan, beschloss China am Jahresplantag 50 neue Atomkraftwerke.
Solches ist verbrecherisch, aber wir können  nichts tun, -- Obama gab ein Oelbohrverbot durch, und bald einmal hob er es wieder auf.

Was im Golf von Mexiko passiert ist und vor allem was noch alles rauskommt wissen wir nicht.
Auch Obamas Verhalten ist für mich verbrecherisch.
Geld regiert die Welt, bei den Bösen ebenso wie bei den sogenannten Guten.

eisvogel



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