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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Kaminzimmer  |  Thema: Dezember 2020 « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Dezember 2020  (Gelesen 2229 mal)
Paloma
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« Antworten #15 am: 19. Dezember 2020, 18:29:04 »

Zum letzten Mal müsst / dürft / könnt ihr den G1-Weg ertragen.

Wenn einer im Dezember Landschaft knipst, darf man aber nicht zu viel erwarten.

Es geht los auf der Merheimer Heide. Das Interessante auf dem Bild sind die braunen Streifen. In die Wiesen werde Wildblumen und Wildgräser eingesesät.  



Auch hier arbeitet Köln an der Ergrünung. Ein winziges Stückchen Grüngürtel zwischen Straße und Straßenbahn ist zum Gartenlabor geworden. Die Parzellen werden auf nur ein Jahr vergeben,  das Anpflanzen von mehrjährigen Pflanzen ist verboten, auch keine Häuser, keine Zäune oder Hecken, und maximale Höhe der Gewächse ist die Höhe von Stangenbohnen. Man sieht eigentlich immer jede Menge Leute auf ihren Miniparzellchen werkeln, allerdings nicht im Dezember.



Wieder ein Fort. Von den vier Forts im Rechtsrheinischen ist eines so baufällig, dass Betreten verboten ist (mit geringem Erfolg, vor 20 Jahren bin ich selber mal mit meiner Mutter hier herum gestrolcht, habe mich aber gefürchtet. Jetzt ginge ich nicht mehr dahin - die Absperrungen werden von der Jugend natürlich kunstvoll umgangen). Gut, dies hier wird von der Jugend legal genutzt. Die Grabenstrukturen sind an allen Forts - meistens kann man sie nicht aufnehmen.  





Auch hier Trümmerberg, aufgeschichtet längs der großen Straßen am Rande des Grüngürtels. In den Fünfzigerjahren wurde Erde über die Trümmer geschichtet, in den Sechzigerjahren wurden Bäume gepflanzt, jetzt dient das als Naherholungsgebiet.



Und insbesondere hier: dies ist das Höviland. Hier findet alljährlich die Stadtranderholung statt, 3 Wochen für die Kinder, die nicht wegfahren können. Zuletzt waren es mehrere 100.



An dieser äußerst unspektakulären Stelle endet mein Grüngürtelweg.



denn ich muss mich nur umdrehen, dann bin ich zu Hause.

« Letzte Änderung: 19. Dezember 2020, 18:38:49 von Paloma » Gespeichert

Wenn die Nacht am schwärzesten ist, kommt bald der Morgen.
Paloma
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« Antworten #16 am: 21. Dezember 2020, 10:16:40 »

heute ist der kürzeste Tag - bald gibt es wieder mehr Licht.

Es gibt einen nassen Tag - das Morgenrot reichte bis zum westlichen Horizont.



habt alle einen schönen Tag. Und bleibt gesund.
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Paloma
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« Antworten #17 am: 21. Dezember 2020, 13:30:37 »

Besuch im alten Ahorn! Ich denke, das ist ein Weibchen - womit sich wieder ein Pärchen hier aufhält.




habt einen schönen allerkürzesten Tag
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tutey
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Liebe Deinen Naechsten so lang er noch warm ist


« Antworten #18 am: 21. Dezember 2020, 16:20:36 »

Ganz bestimmt ein Weibchen, Tutey
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Tutey
Paloma
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« Antworten #19 am: 23. Dezember 2020, 10:06:24 »

Für die nächsten Tage ist schlechtes Wetter angesagt. Heute ist es nur den ganzen Tag duster. Also, los!

Ob ich den Weg gehen kann, den ich gehen will, steht in den Sternen, denen von den kurzen Tagen, den nicht ganz so idealen Verkehrsmitteln und Corona. Aber erstmal los!

Auf dem Weg zum Beginn. Hier ist der Friedhof für die Zwangsarbeiter, die in den letzten Kriegstagen starben. Typhus. Der normale Friedhof war da schon amerikanisch besetzt. Also haben sie die Toten neben dem Lager im Wald verscharrt.



wer hat das Mahnmal zerstört????? Das muss mit roher Gewalt geschehen sein! 



Diese Figur hat da gestanden.




ziemlich stark angesäuert laufe ich weiter, nach Poll. Immerhin, der Falke ist da.



an der Rodenkirchener Brücke geht es los.







und noch schnell ein Foto, bevor es ganz dunkel ist.


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Paloma
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« Antworten #20 am: 24. Dezember 2020, 23:02:40 »

Frohe Weihnachten euch allen!


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Basch121
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« Antworten #21 am: 25. Dezember 2020, 13:21:16 »

  Liebe Förmlis

Ich wünsche euch allen    🎄  Frohe Weihnachten,  Feliz Natal, Joyeux Noël, Hyvää Joulua, Veselé Vánoce, Feliz navidad, Merry Christmas, Buon Natale. 

 
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Paloma
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« Antworten #22 am: 26. Dezember 2020, 12:29:03 »

huhuh!

Frohe Weihnachten euch allen!

Heute zeige ich euch die Halsbandsittiche von gestern. Ganze Scharen flogen bei Einbruch der Dämmerung auf die Groov.











die beiden letzten Bilder zeigen, dass die Vöglein mit einem Fuß die Zweige mit den Leckerbissen heranholen.

Die Situation war günstig: am Aufgang zu einer Brücke wuchsen Bäume, die so 2-4 m über die Brücke herausragten.  Und auf der Brücke war ich. Hatte aber - natürlich - das falsche Objektiv drauf, deshalb wachsen einige Vögel über den Bildrand raus, sorry.
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2020, 12:33:18 von Paloma » Gespeichert

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Paloma
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« Antworten #23 am: 26. Dezember 2020, 22:24:51 »

noch ein Bild von der Groov: Kormorane



in einem Altrheinarm vom Langeler Auwald



nanu? Was macht ihr denn hier noch?



und was macht ihr hier schon?



Ende in der Clemenskirche von Langel: Kirche ist offen und Krippe ist vorhanden





wo seid ihr eigentlich alle?



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Basch121
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« Antworten #24 am: 27. Dezember 2020, 14:07:08 »

Ich bin brav zu Hause und geniesse deine schöne Bilder, Erklärungen und Reportagen. Aber bedanke mich zu wenig.

Habe mich ein wenig schlau gemacht. Es gibt 2 Grüngürtel in Köln? Du bist den kleinen gelaufen?
Wir machen das selbe mit allen Bäche und Flüssen in der nähere Umgebung. Das was uns gefällt laufen wir noch ein zweites Mal oder in umgekehrte Richtung. Man sieht immer wieder Neues.

Nochmals  Dank und mach weiter so. Ich hoffe auch bald wieder weiter zu kommen als nur im Quartier. Momentan gibts nicht viel zu sehen. Ausser abends die vielen hübschen Advents Fenster oder Lämpchen.


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birdy
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« Antworten #25 am: 27. Dezember 2020, 15:26:21 »

ja, wo sind wir denn alle? bin halt weniger aktiv als du paloma, aber ich stecke oft am wasser im norden spaniens in einem vogel-center. es liegt in einem feuchtgebiet und beherbergt viele wintergäste. auf einer zweiten cam kann man dann den einheimischen am futterbrett zusehen:

http://www.birdcenter.org/en/birds/bird-cams-birds-in-the-urdaibai-marsh

http://www.birdcenter.org/en/birds/birds-cams-garden-birds

auf jeden fall ganz herzlichen dank für deine bebilderten spatziergänge 
besonders haben mich grad die kormorane gefreut. für so einen behinderten kerl habe ich vor kurzem eine patenschaft übernommen und kann manchmal auch ein paar in spanien sehen.

 
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Paloma
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« Antworten #26 am: 29. Dezember 2020, 21:04:32 »

Hallo Birdy, meinst du, du könntest die spanischen LINKS oben bei den Vögeln unterbringen? Sie sehen vielversprechend aus.

Weil es plötzlich sonnig wurde, bin ivh noch mal spazieren gegangen. Von Langel nach Lülsdorf. Die Dörfer liegen fast nebeneinander, und sie liegen beide nicht auf dem Kölnpfad. Aber die Lülsdorfer Jakobuskirche ist sowieso täglich offen.

Zunächst mal Nilgänse im Feld. Insgesamt mindestens 30, aber in kleinen Trupps.
Das Land, wo sie sind, verdient auch eine Erläuterung. Langel und Lülsdorf liegen nicht direkt am Rhein - wegen der Hochwassergefahr. Nachdem der Rhein dreimal kurz nacheinander die Altstadt von Köln überschwemmt hat, bis ins zweite Stockwerk (!) beschlossen die Stadtväter, dies Land im Rheinbogen zur Überschwemmung freizugeben, was den Pegel in Köln um 10 cm oder so erniedrigt. Nach langen Jahren der Verhandlungen willigten die Bauern ein, gegen "Pacht", die auch fließt, wenn der Rhein in seinem Bett bleibt. Bisher ist der Langeler Bogen trocken geblieben.



Frühblüher: japanische Zierquitten



Und hoch oben: ein Turmfalke



Und nun nach Lülsdorf.



 

zum Schluss: Jakobus.






« Letzte Änderung: 29. Dezember 2020, 21:09:23 von Paloma » Gespeichert

Wenn die Nacht am schwärzesten ist, kommt bald der Morgen.
Paloma
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« Antworten #27 am: 29. Dezember 2020, 21:56:03 »

Und nun zur Frage der grünen Ringe in Köln.

Ich muss mit der Zeit vor 58 vor Christus anfangen. Damals lebten in der Gegen zwischen Bonn und Neuss die Eburonen. Für die Rönmer waren wir "Gallien". Was sie damit gemacht haben, kann man in "De bello Gallico" nachlesen. Die Eburonen ließen sich das nicht gefallen, metzelten im Winter 55/54 1,5 Legionen an der unteren Maass nieder. Sie hatten aber versäumt, die Kräfteverhältnisse zu analysieren. Kurz und gut: die Eburonen wurden postwendend ausgerottet, und due ganze Gegend ward menschenleer.

Auf der anderen Rheinseite ungefähr gegenüber von Bonn wohnten die Ubier. Ob die Römer sie eingeladen haben, ob die Ubier schüchtern angefragt haben, ob sie wohl ....  das Ergebnis jedenfalls war, dass die ganzen Ubier über den Rhein herüberkamen und dass die Römer den Hauptort festgelegt haben, eine Stelle am Rhein mit einem Naturhafen.

Die Römer bauten ihnen auch eine Stadtmauer, die kennt man aber nicht. Es kann aber sein, dass das, was man hat, die Grundmauer eines Leuchtturms für die Hafeneinfahrt ist und gar keine Stadtmauer. Man kann das "Ubiermonument" besichtigen. Unter der Hohenzollernbrücke gibt es auch noch Grundmauern, die kann man nicht besichtigen, das Auffinden dieser Grundmauern führte dazu, dass die Stadtmauertheorie ins Wanken geriet. Jedenfalls wurden die Bäume anno 4 oder 5 vor Christus geschlagen.

Köln wurde Hauptstadt, Colonia Caudia Ara Agrippinensium, nach Agrippina, die in Köln geboren ist, und damit brauchte Köln eine Mauer, 8 m hoch und 2,40 m dick. Davon stehen noch Teile. Aber es gibt keinen richtigen Grüngürtel drumherum. Jenseits der Mauer haben Gutshöfe gelegen. Nach Ende der Römerherrschaft verschwanden die großen Gutshöfe, aber nicht spurlos, sondern hier wurden Kloster gegründet mit viel Landwirtschaft. Deshalb ist noch heute ganz viel Grünland da, aber hinter den Mauern. Das findet man erst bei einer Stadtführung.

1180 wurde die Stadt erweitert durch den Bau der mittelalterlichen Stadtmauer. Die wurde Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend plattgemacht, aber es blieben Grünanlagen zurück: die Ringe. Flanierstraßen und Straßenbahn, heute U-Bahn, natürlich.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Festungsring geschaffen, der umfasste auch das rechtsrheinische Köln. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die Festungen geschleift werden. Das zugehörige Vorland blieb frei von Bebauung. Durch diesen "Grüngürtel" verläuft der Grüngürtelweg, G-1-Weg genannt. Den bin ich seit Herbst gegangen. Er ist hier dokumentiert. Der Grüngürtelweg ist ungefähr 67 km lang und wurde, wenn ich mich nicht irre, etwa 2013 inauguriert.

Die Stadt wurde immer größer. Sie geht schon lange jenseits des G-1-Weges weiter.

Strahlenförmig gehen Straßenbahnen vom Zentrum nach außen bis zur Stadtgrenze bzw. den letzten Dörfern von Köln, und einige gehen als Eisenbahnen weiter ins Umland. Zwischen diesen Endhaltestellen spannt sich der Kölnpfad. Das, was ich euch bisher gezeigt habe, ist noch nicht mal die Hälfte von der ersten Etappe. Beschaffenheit: im Norden und Westen Landwirtschaft. Im Süden Parklandschaft. Im Osten Wald und Heide. Der Kölnpfad wurde 2008 gezeichnet und ist 170 km lang.

Und es gibt einen dritten Gürtel, aber noch keinen Pfad. Ich bin hin und wieder auf Hinweisschilder gestoßen, außer dem Ring selber wird es auch "Strahlen" von Köln nach außen geben. Davon mehr, wenn das mal fertig ist.




« Letzte Änderung: 29. Dezember 2020, 22:04:45 von Paloma » Gespeichert

Wenn die Nacht am schwärzesten ist, kommt bald der Morgen.
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« Antworten #28 am: 29. Dezember 2020, 23:16:36 »

Hallo Birdy, meinst du, du könntest die spanischen LINKS oben bei den Vögeln unterbringen? Sie sehen vielversprechend aus.

da sind so viele unterschiedliche spezien vorhanden - darf ich es dir überlassen, wenn du meinst, sie einsortieren zu können?

aber einmal mehr, danke vielmals für deine sehr informativen beiträge  Küsschen
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Paloma
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« Antworten #29 am: 29. Dezember 2020, 23:24:28 »

natürlich NICHT. Es sind so viele. Kuck mal....
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