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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Café Kunterbunt  |  Thema: Aus meiner Jugendzeit « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Aus meiner Jugendzeit  (Gelesen 13935 mal)
traudel
Gast
« Antworten #30 am: 27. Februar 2011, 20:16:43 »

Ich verzeihe nichts und niemandem - ich vergesse auch nichts !!
Aaaaber ich lebe jetzt mein Leben ! Und das ist eben manchmal nur mit Galgenhumor zu ertragen. Den hab ich und den lass ich mir nicht nehmen!!
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pispezi
Gast
« Antworten #31 am: 27. Februar 2011, 20:18:28 »

Ach Traudel, der Text hätte auch von mir sein können... Nur kommt bei mir noch jede Menge rote Wut dazu - und das nach Jahrzehnten.

« Letzte Änderung: 27. Februar 2011, 20:30:33 von pispezi » Gespeichert
mimidan
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« Antworten #32 am: 27. Februar 2011, 23:12:34 »

Hallo Traudel

Ich lese Deine Texte sooo gern ! Natürlich am liebsten die von Manolo ! weil die Geschichte mit Deiner Mutter ist eher traurig aber Du erzählst das so toll ! und ich kann mir jetzt vorstellen wie schnell "  kleintraudelchen" durch den Garten geflizt ist damals     Danke Traudel

und zu Deinem und Pi Probleme... ich verstehe Euch ganz gut , ich würde auch nicht verzeihen  !

liebe Grüsse
mimi
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mimidan
Mariele
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« Antworten #33 am: 04. September 2011, 10:33:32 »

Ich häng mich hier mal rein  Cool

Mir geht heute die ganze Schneckengeschichte durch den Kopf.
Kennt ihr das ? Man bekommt eine Erinnerung, so frisch wie gestern, und alle Gedanken drehen sich um die Situation, und es hört nicht auf zu drehen  Grinsend

Gute Freunde meiner Eltern kamen zu Besuch.
Ganz feine Leute mit einer modernen Eigentumswohnung in Saarbrückens bester Wohnlage, und einem Ferienhaus in Spanien.
Die Tante war damals schon das was man heute Jetsetterin nennt, bekannt mit Hinz und Kunz, ging bei hohen der Politik und Stars ein uns aus.
Ich liebte diese Frau sehr, ab und zu telefonieren wir heute noch miteinander. Sie war Mamas beste Freundin.

Also, wenn dieser Besuch kam legte sich meine Mutter mächtig ins Zeug, was unsere Kleidung, das Ambiente und das Essen anging.
Immer kam dieser Käsepilz ins Spiel, mit aufgespießten Käsewürfel, Trauben.
Meist erlebte ich nur die Vorspeise, dann mußte ich ins Bett.

An die eine Vorspeise erinnere ich mich nur zu gut. Es gab Schnecken.
Die Schnecken hat meine Mutter bei einer Frau aus dem Dorf gekauft, die in der "Schneckenfabrik" arbeitet, dort die Häuschen stopfte.
Wir hatten 4 solcher Pfannen aus Stahl mit Mulden, Zangen die einer OP-Zange ähnelten um Häuschen zu halten und 4 schmale Gäbelchen zum Rauspulen.

Na ja, die Schnecken wurden also angemessen serviert, ich hatte nur ein normales Tellerchen und einen Zahnstocher als Werkzeug.
Mir wurden 4 Schnecken überlassen, und ich muß sagen der Duft von Knoblauchkräuterbutter hat mich überwältigt.
Ich fing dann an, an einem Schneckenhaus herumzustochern um das "Fleisch" rauszupulen.
Geschafft.
 
Mein Gott sah das eklig aus was da raus kam, ich hab natürlich alles ganz genau analysiert, was auf meinem Holzstäbchen stach, und ich merkte wie sich ein Knoten im Bauch bildete, mir immer mehr Wasser in den Mund lief......

Nein, ich hab es nicht geschafft, und ergoss meinen Ekel auf die wunderschön eingedeckte Tafel.

Ihr könnt euch das Drama sicher vorstellen, oh war mir das peinlich, und ich trollte mich sofort und ungewaschen ins Bett.
Schnecken gab es dann nie wieder. Zwinkernd

Die Schneckengarnitur habe ich von meiner Mutter geerbt, jedoch nie benutzt.
Vielleicht sollte ich die doch mal entsorgen.
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Liebe Grüße  Käferchen

Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.
(Astrid Lindgren)

Martina
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« Antworten #34 am: 04. September 2011, 11:57:57 »

 Lächelnd Ach Mariele, wenn es danach niemals mehr Schnecken gab, hatte das Ganze doch etwas Gutes.  Grinsend Entschuldige mein Grinsen, aber ich habe mir gerade das "sprachlose" Entsetzen" der Tischgesellschaft vorgestellt. Danke für die Geschichte  Martina
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Besser ein Messer, als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein und trifft oft am Herzen vorbei. Nicht das Wort. Hilde Domin
Ambre
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Mon chouchou Lagaffe


« Antworten #35 am: 04. September 2011, 15:28:38 »

Kindheitserinnerungen habe ich einige. Ich versuche es einmal:

Meine grosse Liebe in der ersten Klasse, ich war knapp 6 jährig. War immer die Kleinste und Jüngste. Ein Klassenkamerad, der Bernhard, hatte es mir besonders zugetan. Der schien jedoch sehr scheu zu sein. Eines Tages, nach Schulschluss, ging ich schnurstracks auf ihn zu: "willst Du mit mir gehen?". Nun, seinen Gesichtsausdruck und die grossen Augen waren mir vorerst ein Rätsel. Habe erst verstanden als er sich in Windeseile aus dem Staub machte: er wollte nicht oder hat nichts verstanden! Der Berny lebt schon seit etwa 40 Jahren in Hamburg. Aber bei jedem Klassentreffen ist diese Episode wieder ein Grund zum Lachen!

Sekundarschule, 8. Klasse, Haushalt und -kochunterricht. Zum letzten Kurs durften wir einen Lehrer einladen. Unser geliebter Klassenlehrer wurde einstimmig gewählt. Nach dem Essen wurde ein Spiel gemacht: jede Schülerin denkt sich ein Lied aus. Der Klassenlehrer stellt eine Frage und die Schülerin singt die ersten Worte des Liedes das sie ausgedacht hat.

Die Reihe ist an mir. Der Klassenlehrer: "was kommt Dir so in den Sinn, wenn die Haushaltlehrerin im Unterricht ihre Anweisungen gibt?" Vorerst grosses Schweigen meinerseits, die Röte steigt mir ins Gesicht! Oh je, oh je, wie konnte ich nur . . . Ich wollte passen, sagte, es sei mir nicht möglich dieses Lied zu singen, usw., usw. Keine meiner Ausreden wurden akzeptiert!

Na ja, also nichts wie los: "Frau Schwalbe ist ne Schwätzerin, sie schwatzt den ganzen Tag . . .   sie zwitschert und zwatschert den lieben langen Tag!"

Grosses Lachen bei meinen Mitschülerinnen und dem Klassenlehrer, vorerst nur ein leichtes Lächeln bei der Haushaltlehrerin. Na ja, ich glaube sie hat es mir nicht nachgetragen. Im Zeugnis stand für Haushalt- und Kochunterricht ein 6/6!
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Ambre
et ma petite Puce

Mariele
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« Antworten #36 am: 04. September 2011, 15:48:43 »

 

Gehe ich recht mit der Annahme dass Du Bernhard heiraten wolltest ?

Übrigend bedeutet "einen zwitschern" bei uns, schön einen löten, also einen zuviel trinken....... arme Frau Schwalbe  Grinsend
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Liebe Grüße  Käferchen

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Ambre
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Mon chouchou Lagaffe


« Antworten #37 am: 04. September 2011, 20:19:09 »

Ach weisst Du Mariele, mit sechs Jahren hatte ich sicher noch nicht solche folgenschwere Vorstellungen . . .  

Die Bedeutung von "einen zwitschern" habe ich erst später gelernt.

Nun, nach meinem Bericht hat mich die Neugier gestichelt. Wie war genau der Text? Ist die Melodie die ich noch in den Ohren habe auch richtig? Habe etwas "gegoogelt" und auch gefunden:


Doppel-Klick und es wird lesbar!

Kann sich noch jemand an dieses lustige Lied erinnern?
« Letzte Änderung: 04. September 2011, 20:21:27 von Ambre » Gespeichert

Ambre
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Mariele
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« Antworten #38 am: 22. Oktober 2011, 09:34:22 »

Heute ist Badetag  Lächelnd

Als ich noch ziemlich klein war, hatten wir überhaupt kein Badezimmer, nur so ein kleines Klöchen im Haus.
Samstags war eben Badetag.
In der alten Schule gab es ein öffentliches Badezimmer, im Keller, ohne Fenster, muffig, dunkel und kalt.
Dort konnten die Dorfbewohner ab 17 Uhr hin,  die Frauen zuerst, ab 19 Uhr durften die Männer.
Im Baderaum gab es durch Mauern getrennt 4 Badewannen, die wie Tröge aussahen, Sichtschutz gab es sonst keinen.
Das Wasser wurde mit einem Wasserschlauch eingelassen, an den Ablauf kann ich mich nicht mehr erinnern, wurde wohl in den Boden eingelassen, weil auf der Erde solche Lattenroste lagen.

Ich kann mich erinnern, dass meine Mum immer Scheuersand und eine Wurzelbürste dabei hatte, damit machte sie die Wanne erst einmal sauber.
Ich roch diesen Scheuersand so gerne, noch heute erinnert es mich an "Hygiene".

Ich wurde gründlich geschrubbt, nein, Wellness war das damals nicht, der Dreck musste runter. Cool
Und wenn man dann noch dampfend aus dem Bad kam, saßen draußen auf der Steinbank schön die nächsten Badenixen, die auf eine frei Wanne warteten.


Später hatten wir dann ein eigenes Badezimmer im Haus, die Wanne stand auf Füßen.
Hinter der Wanne ein riesiger Boiler, der unten mit Kohle angefeuert wurde.
Nacheinander ging die ganze Familie baden, zuerst Opa, dann ich, und dann der Rest.
Ich mochte diese Fichtennadelsprudeltabletten, meist ließ ich sie in der Hand zergehen.
Also zwischen Opa und mir gab es keinen Wasserwechsel, das weiss ich genau, es wurde lediglich heißes Wasser nachgefüllt.
Dann allerdings sei es immer notwendig gewesen...... Cool






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Malve
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« Antworten #39 am: 22. Oktober 2011, 10:32:05 »

Liebe Mariele
An so einen Badetag kann ich mich auch noch erinnern.
Das war 1967 da hatten wir schon unsere 2 Töchter. In dem grossen Badezimmer stand eine Wanne auf 4 Füssen und ein monstrum von einem Boiler den mann zuerst gut eine Stunde einfeuern musste.

Da badeten zuerst die Kinder dann ich und zuletzt mein Mann. War schon noch eine Gaudi.

Das Badezimmer gehörte allerdings nur uns.
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mimidan
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« Antworten #40 am: 22. Oktober 2011, 13:56:28 »

Ach ja ...  Mariele, ich kann mich auch noch errinern ...

Allerdings, hatten wir auch eine eigene Wanne ...  aber was mich sehr fest irritierte  : meine Brüder durften rein wenn ich in der Badewanne sitzte ... aber ich durfte nicht rein wenn sie dadrin waren      ...   na ja ich war das Nestpöpperlé  !

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mimidan
Mariele
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« Antworten #41 am: 17. Dezember 2011, 19:36:12 »

Heilig Abend war bei uns immer so :

Da meine Mutter ja immer berufstätig war, kocht Opa die obligatorische (Traudel, sorry, aber es war halt so ) Hühnersuppe zum Mittagessen für alle.
Ich sehe ihn noch vor mir, er saß immer am Küchentisch direkt neben dem Kohleherd und schnippelte Suppengemüse.
Die Suppe war immer sehr fettig, viele kleine Fettblasen schwammen darin, das Gemüse  grob geschnitten, Nüdelchen, und etwas Fleisch vom Huhn. Manchmal fand man noch ein Stück der Hühnerhaut, brrrrrrrrrr  Zunge

Mittags durfte ich dann Opas Weihnachtsbaum schmücken, zuvor musste ich altes Lametta bügeln.
Opa hatte noch ganz alte Christbaumkugeln, wehe wenn mir eine runter fiel.
Am Baum brannten immer Bienenwachskerzen  (deshalb stand auch sehr dekorativ ein Wassereimer neben dem Christbaum  Lächelnd )

Unser eigenes Wohnzimmer war an dem Tag natürlich abgeschlossen.
Nie hätte ich gewagt durch das Schlüsselloch zu linsen Cool.

Um 18 Uhr gingen wir dann zur Messen, und dann wurde endlich unser Wohnzimmer geöffnet.
Signal war ein Glöckchen.
Unser Tannenbaum war immer ganz schön geschmückt, aber wir hatten zeitig elektrische Beleuchtung.

Zuerst musste gesungen werden, später musste ich immer Weihnachtslieder auf der Querflöte spielen, und dann bekam man sein Geschenk.
Ja, doch,  ich kann mich eigentlich immer nur an ein Geschenk erinnern, mir hat aber auch nix gefehlt.

Anschließend haben wir alle zusammen gegessen, aus dem Suppenhuhn war Frikasee geworden, angerichtet in Blätterteigpastetchen mit Reis.
Ihr müsst wissen, die ganze Familie lebte in einem Haus zusammen, das waren dann 10-12  Personen.,


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slowy
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« Antworten #42 am: 20. Dezember 2011, 09:20:46 »

Anlasslich des Weihnachtszeit hier ein Beweis, daß ich immer gaaanz artig war....


und hier ein gaanz altes Pix von unserer Katze...


und ich als Raubtierbändiger ... naja, beinahe...

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Meine Rechtschreibfehler ergeben - in die rechte Reihenfolge gebracht - die geheime Formel, wie man aus Blei Gold macht...
Mariele
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« Antworten #43 am: 20. Dezember 2011, 09:51:44 »

Jööööö Slowy, Du warst aber wirklich ein ganz Braver,    was war denn in der Schachtel drinne?

Auf dem Raubtierfoto siehst Du aus wie der junge Bernhard Grzimek, sooooo lieb und artig und mutig. Lächelnd
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Malve
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« Antworten #44 am: 20. Dezember 2011, 11:55:14 »

Jööööö Slowy, Du warst aber wirklich ein ganz Braver,    was war denn in der Schachtel drinne?

Auf dem Raubtierfoto siehst Du aus wie der junge Bernhard Grzimek, sooooo lieb und artig und mutig. Lächelnd

Ganz meiner Meinung
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seit gegrüsst Malve

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