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Autor Thema: Schwarzbären  (Gelesen 3657 mal)
Martina
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« am: 26. Januar 2014, 15:17:13 »

 Smiley Man könnte durchaus sagen das unsere "Bärenecke" bisher etwas "Braunbärlastig" ist. Auf Platz 2 kommen dann die Polarbären.  Grinsend Das soll sich nun ändern. Der Anlass dafür ist ein Video das Jürgen und ich über den Katmai Chat bekommen haben, es zeigt die Geburt zweier Schwarzbärchen......mit grandiosem Sound. Na jaaaa....ihr kennt mich ja inzwischen... Grinsend ich schreib immer alles dazu was ihr gar nicht wissen wolltet. Also dann:
Abgesehen davon das der Unterschied zwischen den braunen und den schwarzen "Petzen" darin besteht das die braunen größer sind, einen "Buckel" aus Muskeln zwischen den Schultern haben und längere Krallen unterscheiden sie sich gewaltig im Umgang mit Menschen. Während die Braunbären sich immer weiter von menschlichen Ansiedlungen zurückgezogen haben (Außnahme die Populationen im Yellowstone und angerenzendem NP) kann man die Schwarzbären mit Fug und Recht als Kulturfolger bezeichnen. Der Schwarzbär ist der in Nordamerika am häufigsten vorkommende Bär, er ist in 39 Bundesstaaten und in Mexiko anzutreffen. Er gilt als weniger gefährlich als der Braunbär, neugierig und ausgesprochen intelligent. Ich hab mehrmals gelesen das sie angeblich schneller lernen als Schimpansen. Außerdem haben sie ein fabelhaftes Gedächtnis. Interessant sind die Angaben zu natürlichen Feinden: Puma - Grizzlies -Mensch.
Im Gegsatz zu ihren größeren Vettern haben sich die Schwarzbären mehr und mehr and das Leben in der Nähe von Menschen angepasst. Sind es bei uns Fuchs oder Waschbär die zunehmend in Städten anzutreffen sind, so kann es in Nordamerika leicht vorkommen das ein Schwarzbär das Vogelfutterhäuschen im Garten plündert. Es gibt tausende von Clips: Bär räumt Mülltonnen aus, den Grill ab, bricht die Garage auf...oder das Auto, spaziert in eine Bar, einen Supermarkt, ein Restauraunt oder in irgendein Wohnhaus. Das bringt den Bären zusätzliche Futterquellen aber auch jede Menge Ärger. Abgesehen davon man sie bejagt  haben sie auch jede Menge Biologen auf den Fersen, werden eingefangen, untersucht und "besendert". Damit will ich aber nichts gegen diese Forschungsprojekte gesagt haben...auch wenn ich manchmal denke das es doch ziemlich viele massive Eingriffe in das Leben der Tiere sind. Das meiste was bisher überhaupt über Bären bekannt ist stammt aus Forschungsprojekten mit Schwarzbären. Apropos intelligent, es gibt eine lustige Geschichte von einem männlichen Schwarzbären den man gerne "besendern" wollte. Der Bursche hat nacheinander sechs verschiedene Fallen ausgetrickst und sich mir den Ködern davongemacht bevor entschieden wurde doch lieber einem anderen Bären so ein Senderhalsband zu verpassen.  Grinsend
Aus so einem Forschungsprojekt stammt auch das folgende Video. Die Bärin heisst Lugnut, 8 Jahre alt und seit ihrer Geburt Teil eines Pojekts in Maine. Über den Sender findet man raus wo sie sich zur Winterruhe zurückzieht und in dem Fall hat man eine Kamera angebracht in der Erwartung einer Geburt. Es ist nicht das erste Mal das sowas gemacht wurde. Der erste war Lynn Rogers mit Lily 2010. Sicher können einige sich an Lily, Jewel und deren "Den Cams" erinnern. Hier also Lugnut, der Ton ist super, erstaunlich wie laut die neugeborenen Winzlinge sein können.

Lugnut has her cubs in Northern Maine
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 19:15:04 von Martina » Gespeichert

Besser ein Messer, als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein und trifft oft am Herzen vorbei. Nicht das Wort. Hilde Domin
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« Antworten #1 am: 26. Januar 2014, 15:31:49 »

Einen Monat später:

Cubs Climbing on Mama

Und hier noch ein 30 Minuten Video. Der Mann zu Beginn erklärt das Projekt, bedankt sich bei allen die es ermöglicht haben, sagt wie stolz sie auf die große Resonanz im Internet sind und darauf das auch Schulklassen zuschauen konnten. Und er bittet um Spenden für die weitere Finanzierung. Danach kommt dann ein Zusammenschnitt aus all dem Filmmaterial und zeigt die Kleinen von der Geburt bis zu dem Moment wenn sie die Winterhöhle verlassen. Das ist einfach nur Großartig, Ranger Mike und Ranger Roy haben uns viel über die Geburt von Bärenjungen erzählt und darüber was die Mütter zu leisten im Stande sind. Richtig verstanden welches Wunder der Natur sich da wirklich abspielt hab ich erst beim Anschauen dieses Videos.  
Lächelnd Also, wer 30 Minuten Zeit hat....es lohnt sich!
Übrigens das was da immer so klingt als hätte sich ein großer Bienenschwarm in die Höhle verirrt sind einer oder beide Junge an Mamas "Milchbar"  Grinsend

Lugnut Leaves The Den

2013 haben sie Lugnut in ihrer Winterhöhle aufgesucht und untersucht. Es stellte sich heraus das zumindest eins der beiden Bärchen sein erstes Lebensjahr überstanden hat. Er und seine Mutter waren in recht guter Verfassung, auch wenn der Sommer und Herbst 2012 kein gutes "Futterjahr" für Bären war. In diesem Frühjahr wird der Kleine dann seine eigenen Wege gehen und ich wünsche ihm und auch Lugnut alles Gute  Lächelnd
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 19:25:15 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 26. Januar 2014, 16:39:14 »

 Grinsend Heute ist Sonntag....und es regnet in Strömen, also hab ich Zeit

Eine Dokumentation über Schwarzbären die ich gefunden habe hat den Titel "Geboren in der Wildnis, aufgewachsen im Müll" und das trifft es ziemlich genau. Ich hatte mir aber in den Kopf gesetzt etwas zu finden das die Schwarzbären dort zeigt wo sie eigentlich hingehören...in der Natur. Tja....das hat mich einiges an Zeit gekostet. Es ist mal wieder die BBC die das passende zu bieten hat. Die Doku "Big Sky Bears" (Kleine Bären unter großem Himmel) begleitet eine Bärenmama mit ihren beiden Jungen Archie und Luke in Montana vom Frühjahr bis zur nächsten Winterruhe.   Leider gibt es nirgends die komplette Doku. Also hab ich einige Ausschnitte zusammengesucht.

Clip 1 - Endlich raus aus der Wintehöhle

Black bear watches young cubs playing - BBC
wildlife


Clip 2 - Schmetterlinge, Eulen und Kletterstunde für Bärchen

Ecology of black bear cubs, grey owls and Azure butterflies - BBC wildlife
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 17:16:05 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 26. Januar 2014, 16:56:29 »

Clip 3 -   Die Kletterstunden zahlen sich aus

Exposed on the Flats - Big Sky Bears - BBC


Clip 4 -  Otterchen und Bärchen lernen "Angeln"

Bear and Otter Fishing Lesson - Big Sky Bears - BBC
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 16:59:03 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 26. Januar 2014, 17:03:26 »

Clip 5 -   Buschfeuer!!! Die Kleinen spüren Gefahr und machen das was sie gelernt haben....
rauf auf den Baum, böse Falle!  Lächelnd Gott sei Dank ist Mama da!

Wildfire panic - Big Sky Bears - BBC


Clip 6 - Zwei Bärchen haben ihr erstes Jahr in der "großen weiten Welt" überstanden.
Letzte Vorbereitungen für die Winterruhe, tolle Aufnahmen  Lächelnd

Why bears hibernate - Big Sky Bears - BBC

 Grinsend Ich denke ich hab den größten Teil der Doku zusammenbekommen. Allerdings würde ich die zu gerne einmal am Stück sehen. Wer weiss, vielleicht wird sie ja irgendwann nochmal im TV gezeigt.
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 17:13:48 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 26. Januar 2014, 17:53:23 »

 Grinsend Ähmmmm....es regnet draussen immer noch und mit irgendwas das Spass macht muss man sich doch sonntags beschäftigen, oder?

Kommen wir also zur "Kehrseite der Medaille" Bären als "kulturfolgende Nervensägen"
Hier mal was Kurzes über die Stadt Mammoth Lakes in Kalifornien, der Yosemite Nationalpark ist auch da irgendwo "um die Ecke" Klick
Und hier kommt eine Doku in zwei Teilen (jeweils knapp 15 Minuten, englischer Kommentar). Das ist ebenfalls von der BBC, Erstausstrahlung 2000. Es zeigt den Kontrast zwischen Bären in der Wildnis und Bären in der Zivilisation...um das mal so zu nennen. Zu Beginn kommen die Bären in Mammoth Lakes und dann im Yosemite. Übrigens sind die "Mülldiebe" und "Autoknacker" Schwarzbären  Grinsend auch wenn sie braun sind. Die können schwarz, braun, zimtfarben oder auch weiss (Geisterbären) sein. Ein Merkmal sind die im Gegensatz zum Grizzly größeren Ohren. Zusammenfassung des Kommentars 
Grinsend so ungefähr: Bären klauen alles, vertragen "Junk Food" wesentlich besser als wir, haben sich in den entsprechenden Gebieten auf nachtaktiv umgestellt (weil man nachts besser klauen kann) und erreichen im Herbst nahezu das doppelte an Gewicht als ihre Brüder in der Wildnis.
In Mammoth Lakes wird mehr Hundefutter von Bären gefressen als von Hunden.

Wildlife on One - David Attenborough - Bears, Yosemite National Park, California - Part 1 of 2
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 18:26:54 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 26. Januar 2014, 18:54:20 »

Martina du macht mich einfach sprachlos

einfach großartig wie du die Schwarzbärenseite angefangen hast!!!!!
 

jetzt muss ich mir nur die Zeit klauen alle Filme zu gucken.......

 
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Das Leben ohne Katzen ist möglich,......aber sinnlos! (abgewandeltes Zitat von Loriot)
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« Antworten #7 am: 26. Januar 2014, 19:03:48 »

Teil 2 der Doku. "Autoknacker" im Yosemite und die Versuche der Parkranger sie abzuschrecken. Die Bären mit Ohrclips und/oder Radiosendern sind die hartnäckigsten "Wiederholungstäter". Am Beispiel von Bär Nr. 18 wird das Vorgehen gezeigt. Einmal zu oft aufgefallen wird er betäubt und hunderte Kilometer weg von allen Ansiedlungen wieder freigelassen. In der Hoffnung das er sich auf natürliche Futterquellen besinnt. Leider könnte sein gutes Gedächtnis ihn über kurz oder lang wieder zum "easy meal" zurückbringen und das wäre dann wohl sein Todesurteil. Witziger Teil in der Doku, Bären bei Brooks Lodge klauen den Anglern Fische  Grinsend auch wenn das dort natürlich nach Kräften unterbunden wird (zu Recht) ist es lustig. Am Ende wird es zumindest für mich eher "gruselig". Ein Beispiel dafür wie es aussieht wenn jemand die Bären regelmäßig füttert und Bären auf der Müllkippe mit allen daraus folgenden Konsequenzen wie Verletzungen oder Vergiftung  Ärgerlich. Aber die Doku ist inzwischen 13 Jahre alt und es hat sich einiges getan. Müllkippen in Bärengebieten gibt es weniger, Bärensicherere Müllcontainer gibt es fast überall, Bären anzufüttern steht unter Strafe. In den meisten Gegenden bemüht man sich inzwischen darum das Zusammenleben mit Bären irgendwie für beide Seiten gefahrlos zu managen....in einigen Staaten erfolgreicher als in anderen aber ich denke die Richtung stimmt schon. Übrigens finde ich das man sehr gut beobachten kann das die Bären sich eigentlich absolut nicht für Menschen interessieren....schon gar nicht als Mahlzeit....sondern nur für Müll und "klaubares" Essen.

Wildlife on One - David Attenborough - Bears, Yosemite National Park, California - Part 2 of 2

David Attenborough macht in seinem Kommentar deutlich das die Bären Eigenschaften wie Neugier, Intelligenz und ein gutes Gedächtnis brauchen um in der Wildnis überleben zu können, allein schon bei der Nahrungssuche. Diese Fähigkeiten wenden sie dann eben auch an wenn sie in der Nähe von Menschen leben. Wie sollten sie auch darauf kommen da einen Unterschied zu machen:
 "Aha, hier in der Stadt darf ich das nicht"   Das wird nicht passieren, also hoffe ich das die Menschen auf Dauer einen Weg für ein friedliches Miteinander finden.

 Grinsend Wuuuusch....Dr. Gif überholt mich gerade   Danke jedenfalls  Grinsend
« Letzte Änderung: 26. Januar 2014, 19:22:49 von Martina » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 03. Mai 2014, 23:11:36 »

Abschied von den Bären 2013 vom Wildlifecenter Virginia


http://youtu.be/qEfihDwprZI
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« Antworten #9 am: 04. Mai 2014, 00:23:02 »

Dankeschön Jürgen  Das Video ist großartig!!!
Sooooo groß sind sie alle geworden. Ich hab da immer mal wieder reingeguckt bis sie in das große Gehege mit den Bäumen kamen....danach ist es mir irgendwie "durchgerutscht". Immer schön zu sehen das es Menschen gibt die sich so gut um die kleinen Waisen kümmern.
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