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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Café Kunterbunt  |  Thema: Eiskeller... wer erinnert sich oder kann unsere altvorderen fragen ? « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Eiskeller... wer erinnert sich oder kann unsere altvorderen fragen ?  (Gelesen 2344 mal)
Weisser Bussard
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« am: 08. Februar 2012, 16:29:17 »

Ich finde keine vernünftigen Infos im Netz

...aber jemand kann mir sicher weiterhelfen... erinnert sich an Erzählungen der Eltern, Großeltern usw. Smiley

...kurze Einleitung.
...im Frühjahr geht bei mir eine größere Baggermaßnahme neben dem Haus los, eine Kläranlage mit kleinem nachgelagerten Teich muß in den Hang gebaut werden. Ich hoffe, es klappt mit der Pflanzenkläranlage (ohne Strom). Wir müssen bis 2015 hier jeder im Ort eine vollbiologische Klärung gebaut haben, da wir so weit weg von der Zivilisation wohnen Smiley

...jetzt meine Frage.
...wenn ich schon mal den Hang aufgrabe mit einem Bagger ist es doch ein Klax ein "kleines Loch" (so 4x3x3 Meter...) zu baggern, wo ich einen kleinen separaten Keller mauere. Ich mauere doch so gern und wollte schon immer mal ein Gewölbe mauern.
...für einen EISKELLER .
...zur bautechnischen Ausführung habe ich keine Fragen.

...abereben (sagt ihr Schweizer so ? )
...Eisblöcke im Winter machen ist auch kein Problem, wenn Frost ist.
...die Blöcke da reinschichten ist auch klar. Früher wurde das Eis ja für den Eisschrank im Haus aufbewahrt und der Eismann lieferte das Eis an in Blöcken.
...soweit, so gut.
...jetzt meine FRAGEN
...gab es auch Eiskeller im ländlichen Raum die DIREKT zur Einlagerung von Lebensmitteln verwendet wurden ? Wenn ja, wie kalt war es dort drin ? Hatten solche Eiskeller einen Nebenraum extra für die Lebensmittel, oder eine/mehrere Nischen ?
...was im speziellen lässt sich am besten da drin einlagern ? Trotz der Eismenge dürfte die Temperatur ja niemals in die Region moderner Kühltruhen kommen, bei denen 18 Grad Minus gesetzlich vorgeschrieben sind. Geht die Temperatur überhaupt UNTER Null Grad in einem Eiskeller oder pendelt sie sich bei etwa 0 Grad ein ???
...Fisch und Fleisch ist für mich uninteressant. Mich interessieren mehr Obst und vor allem Gemüse.

 Huch
...bitte keine Antworten in der Richtung ---> "Alex, kauf den Spinat doch im Penny" ...da muß ich real immer 20 Kilometer fahren. Mir geht es bei all solchen Dingen auch etwas darum, altes Wissen zu bewahren. Das man mit Google nix dazu findet ist für mich schon der Beweis, dass es verloren zu gehen droht.
PS...
...auf die Idee kam ich jetzt, weil ich in einer Mörtelbutte draußen vergaß das Regenwasser rauszukippen und das jetzt im ganzen ist.
« Letzte Änderung: 08. Februar 2012, 16:36:31 von Weisser Bussard » Gespeichert

Liebe Grüße
Alex


Der Frühling macht jeden Baum zum Treffpunkt der lokalen Selbsthilfegruppe diarrhöischer Singvögel und jedes Auto zur buntgescheckten Sanitäranlage. (Aus Monatsbrief Nr.2/2012, Manufactum)
Weisser Bussard
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« Antworten #1 am: 08. Februar 2012, 17:15:00 »

Wen es interessiert...
...die umfangreichste Informationsquelle, die ich zum Thema "historische Eiskeller" fand ---> http://eiskeller-brandenburg.de/index.html
...besonders interessant ---> http://eiskeller-brandenburg.de/Kap_4-1_Eiswerke.html und für durstige Bierfreunde/innen ---> http://eiskeller-brandenburg.de/Kap_3_Brauereikeller.html
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Liebe Grüße
Alex


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Anne
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« Antworten #2 am: 08. Februar 2012, 19:11:29 »




Lieber Alex, mein Keller hier besteht aus Natursteinmauern und früher auch aus einem Naturboden (Steine und Erde)hab ich inzwischen geändert. und ist nur etwa zu 1/3  unter dem Boden.

Ich erinnere mich, dass früher Milch, Eier, Butter, Gemüse und Obst, alles dort gelagert wurde. Auch im Sommer ist es immer kühl  aber natürlich nicht eisig. Im Winter werden dann allerdings schon minus Temperaturen erreicht.


Grüessli
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Liebe Grüsse Anne 
                                                      
Weisser Bussard
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« Antworten #3 am: 08. Februar 2012, 22:07:32 »

Ja Anne, genau so einen Keller habe ich schon unter dem Haus ... auch (bisher) manchmal Frost im Winter, weil er eben etwas aus dem Hang rausguckt.
Das mit dem Frost wußte ich anfangs nicht und das führte zu folgendem "hoffentlich-nicht-bei-Anne-in-der-Waschküche-Erlebnis"
...ich war einige Wochen im Winter nicht im Ort ( hatte eine Zweitwohnung wegen der Katze-Arbeit in Dresden )
...als ich also kam ... ...wunderte ich mich, warum so eine fette Eisschicht in Höhe meines Hauses auf der Dorfstrasse war
...Haustüre auf... im Keller das große Rauschen... ...der ganze Keller war geflutet und es lief zum Kellerfenster hinaus über die Strasse
...Wasserleitung war geplatzt durch den Frost.
...damit das nicht wieder passiert habe ich jetzt im Haus die Aussenwand ja verstärkt zur Strasse hin und neue isolierte Kellerfenster eingebaut.
...wenn ich weitere Massnahmen getroffen habe werde ich eines der beiden schönen Gewölbe zur Lagerung von Kartoffeln, Äpfeln, Wurzelgemüse in Sandkisten, Getränke nutzen.
...ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Äpfel eingelagert und bin begeistert, wie lange sie halten.
...das andere Gewölbe soll ein kleiner Weinkeller mit Sitzmöglichkeit werden. Ich habe schon meine Sammlung alter Tonrohre dort aufgestapelt zur Aufnahme für Flaschen. Sogar ein Schornstein ist in greifbarer Nähe für einen kleinen Gemütlichkeitsofen.

...die Idee mit dem Eis entstand eben wegen dem gefrorenen Wasser in der Mörtelbutte, und dann ging das Kopfkino los... irgendwo im Internet sah ich vor kurzem etwas, wo in der Schweiz Schnee vom Vorjahr aufgehoben wurde unter einer Schicht Sägespäne... dann fiel mir noch ein, dass ich vor Jahren mit einem befreundeten Künstler in Dresden eine sehr große Eispyramide gebaut habe die stand auch sehr lange... auch er hatte Mörtelbutten verwendet, allerdings in einem grossen Kühlhaus.

...mir geht es also darum die Einlagerungsmöglichkeiten ZU ERWEITERN, hauptsächlich von Dingen, die man selbst erzeugen kann und vor allem auch darum, Ideen zu sammeln, was man effektiv im Zusammenspiel mit diesen Möglichkeiten anbauen kann.
...mit der Eiskelleridee ist natürlich eine Art Luxus, das ist mir voll klar. ...abereben sinnvoller (?) Luxus.
...mir geht es also darum, ob ich Dinge wie Beerenobst, Kraut, Spinat, Kohl usw. dort einlagern kann, aber eben nur, wenn es hygienisch einwandfrei machbar ist, sonst ist es ja kontraproduktiv.
« Letzte Änderung: 08. Februar 2012, 22:16:12 von Weisser Bussard » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 08. Februar 2012, 22:13:31 »

Die Hauptfrage ist für mich in etwa einschätzen zu können, was in so einem Keller für klima-hygienische Bedingungen herstellbar sind. Dazu suche ich Erfahrungswerte von anderen, die das schon mal irgendwo gemacht haben.

Was läßt sich lagern, was nicht.
Entsteht Schimmel bei Null Grad... ?
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Alex


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« Antworten #5 am: 09. Februar 2012, 07:44:48 »

Logischerweise glaube ich nicht dass so ein Eiskeller im Sommer genuegend kalt bleibt, da muesstest Du schon in eine Gegend mit "Permafrost" ziehen (Island, Alaska...)
Unsere Vorfahren haben sich ja vor allem aufs "Einmachen" verstanden, aber da bleiben Vitamine etc. nicht erhalten.  Soviel ich weiss wurden auf demLande robuste Gemuese wie Kohl einfach vergraben.
Tutey
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Tutey
Weisser Bussard
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« Antworten #6 am: 09. Februar 2012, 09:08:22 »

Das mit dem vergraben habe ich schon gelesen... Rüben, Kartoffeln, Kohl.
...aber dieser Methode kann ich für meinen Eigenbedarf nix wirklich leckeres abgewinnen ...ich hätte liebe ne weiße Wand um das Gemüse, was ich esse Smiley ...ich glaube auch, das wird wohl auch eher Vorratshaltung für das liebe Vieh gewesen sein, schon damals.
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Alex


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