Dekorations-Wechsel

Das Ziel meines heutigen Haushaltstages war, den Hauseingang von den Schneemänner zu befreien, diese auf den Estrich zu stellen und die Oster-Dekorationen herunterzuholen, um damit den Flur etwas der Jahreszeit angepasst zu gestalten.

Als ich morgens aus dem Schlaf- und Badezimmer auftauchte, meinten meine zwei Meerschweinchen, sie möchten aber erst einen Wohnungsputz bekommen, da es ihnen ziemlich stinke. Also wurden die beiden auf den Teppich gesetzt und ihre Wohnung auf Hochglanz poliert und mit frischem Futter ausgestattet. Sie waren ziemlich glücklich über diesen Umstand. Der erste Kaffee kann nun mit gutem Gewissen genossen werden.

Jetzt aber auf den Estrich. Als ich jedoch beim Badezimmer vorbei ging, fiel mir ein, dass ich dieses erst mal putzen wollte, also griff ich nach Lappen und Putzmittel und behandelte damit den Spiegel, die Zahngläser (Gläser für die Zahnbürste, nicht für die Zähne) und das Waschbecken, bis es in strahlendem Glanz dastand.

Nur die Wäsche, die befand sich noch immer im Waschkorb, also wurde sie auf zwei Zeinen verteilt, eine für 60° und eine für 40°, die beiden wurden runter in die Waschküche gebracht und dort in die Waschmaschine gesteckt, eine nach der andern, versteht sich. Während des ersten Waschgangs hatte ich Zeit, die Waschküche mit dem Staubsauger zu quälen, weil doch einiges an Fusseln und Staub herumlag. Danach steckte ich die zweite Wäsche in die Maschine und liess die erste am Stewi in der Sonne trocknen. Die zweite kommt später in den Trockner und kann dann sofort zusammengefaltet und versorgt werden.

Jetzt aber auf den Estrich. Unter der Leiter liegt noch das letztlich erstellte Puzzle mit seinen 1000 Teilen, um vom Puzzle-Kleber zu trocknen, denn ich möchte es an die Wand hängen. So kann ich das nicht liegen lassen und ziehe es hervor, um es kurz mit einer weiteren Schicht Kleber zu behandeln, damit es nicht irgendwann auseinanderfällt. Danach schaue ich mich nach einem Plätzchen um, wo es die Wand zieren könnte, denn es handelt sich um ein wirklich süsses Wintergoldhähnchen. Plätzchen gefunden, Puzzle mit zwei Nägelchen befestigt und Standort für gut befunden.

Als ich die Treppe hochstieg, um den Estrich anzupeilen, da klingelt die Haustür, also wieder runter und dem Paket-Pöstler das Paket aus den Armen genommen, welches natürlich für meinen Mann ist. Wo ich schon mal unter der Haustür stehe, kann ich gleich auch den Briefkasten leeren. Mit der Post in der Hand begab ich mich zurück zum Haus, da sah ich einen Bussard im Tiefflug und holte rasch die Kamera, schoss ein Bild von ihm und ging wieder rein. Dort lege ich die Kamera auf den Küchentisch und bemerke, dass die Giesskanne bereit steht, damit ich nicht vergesser alle Pflanzen in der Wohnung zu giessen. Um diese nicht zu gefährden, mache ich mich gleich ans wässern derselbigen – sechs Kannen und ihr Durst ist gestillt. Wo ich schon mal eine Giesskanne in der Hand habe, kann ich auch gleich den frisch angepflanzten Primeln draussen etwas zu trinken anbieten.

Danach der nächste Versuch den Estrich zu betreten. Halt nein, erst benötige ich einen zweiten Kaffee, giesse mir diesen in die Tasse und setze mich kurz hin um zu schauen, ob jemand das *grüne* Puzzle lösen konnte, welches mir gestern den zweitletzten Nerv raubte! Ja, es ist gelöst, PC sofort wieder geschlossen, denn es steht doch noch die Dekoration des Hauseingangs auf dem Programm. Aber im Moment muss ich mir erst was zu Mittag in die Pfanne hauen, d.h. es ist schon in der Pfanne, denn ich muss mir nur noch die Gemüsesuppe vom gestrigen Tag aufwärmen und schon kann ich sie mir zusammen mit einem Stück Brot zu Gemüte führen. Fritsch gestärkt beginne ich den Nachmittag.

Noch kam ich jedoch nicht bis zur Estrich-Leiter, denn da hing doch noch der Kittel ohne Knopf, auf welchen mein Mann mich gestern so lieb aufmerksam gemacht hatte. Also schnell das Nähzeug bereitlegen, Faden in die Nadel zittern und den Knopf annähen. Wo ich jetzt schon eine Nadel in der Hand hielt, konnte ich gleich noch den Kissenbezug fertig zunähen, welcher schon seit Wochen auf ein paar Stiche wartet.

Neuer Versuch: ein paar Restposten von Weihnachten unter den Arm geklemmt und die Leiter hochgestiegen, die Kugeln mit den Tannzapfen in die Weihnachtsschachteln gedrückt und gleichzeitig bemerkt, dass der Estrichboden mit einer Schmutzschicht behaftet ist. Da steht doch irgendwo ein alter Staubsauger auf dieser Etage, schon gefunden und rasch das Schlimmste eingesaugt. Da fällt mir brühwarm ein, dass ich um halb 3 einen Termin bei der Physiotherapeutin habe, also im Eiltempo durch die Dusche gehechtet und auf zur Therapie.

Nach dieser Erholungsphase und wo ich schon mal im Einkaufszentrum war, noch ein paar Dinge eingekauft und wieder nach Hause gebummelt. Zuhause angekommen sehe ich Amsel-Willi am Apfel essen und muss ein paar Worte mit ihm wechseln. Auch andere Vögel sind auf Nahrungssuche im Vogelhäuschen, also habe ich wieder die Kamera gezückt und ein paar Bilder sichergestellt. Jetzt sollte ich diese mal auf den PC herunterladen und während dieser Zeit kann ich noch mit meiner Lieblingsschwester telefonieren, welche mir den Zoo schmackhaft macht. Leider ist der Tag aber schon zu weit fortgeschritten und ich wollte doch noch die Hauseingang-Dekoration auswechseln. Ein andermal gerne!

Da der PC schon mal läuft, könnte ich vielleicht ganz kurz ins Förmchen schreiben, dass es mich auch noch gibt. Dazu gönne ich mir eine Tasse Tee. Beim Wasser kochen bemerke ich, dass die Herdplatte noch Flecken von der Suppe aufweist und putze diese rasch weg, damit niemand auf die Idee kommt, wir hätten eine schmutzige Küche. Mit dem Tee in der Hand geht es zurück zum PC – doch kaum habe ich ein paar Worte geschrieben, stelle ich mit Entsetzen fest, dass mein Mann sein Auto in die Garage fährt, was soviel heisst wie „dieser Tag ist leider vorüber“ und ich sollte mich langsam mit dem Gedanken an ein Nachtessen auseinandersetzen.

Eigentlich bin ich mir fast sicher, dass den Schneemännern im Hauseingang noch nicht langweilig ist und dass sie es bestimmt noch ein paar Tage länger aushalten. Zudem ist es noch ein bisschen arg früh für die Osterdekoration! 🙂

6 Gedanken zu „Dekorations-Wechsel“

  1. 😆 Recht hast Du Struppy……es sind noch 26 Tage bis Ostern…..und noch 3 Montage…..und auch noch 3 Wochenende…..vielleicht aber hat Dein Mann ja Lust die Schneemänner auf den Estrich zu tragen…wo Du ihm schon so nett den Knopf angenäht hast… 😆

    Was sagt uns diese Geschichte wieder einmal…..die freien Tage sind viel zu schnell vorbei…..

    Aber schön war es Deinen Montag mal mitzuerleben 😆

  2. Voll ins Schwarze, Struppy !
    Hat man im Haushalt mal was Bestimmtes vor,
    schreit es aus jedem Winkel „hiiiier!“
    Schön geschrieben Struppy !

  3. wunderbar beobachtet und geschrieben, struppy, kommt mir alles sehr bekannt vor…. kritisch wird es aber erst, wenn du irgendwann an der leiter zum estrich stehst und dich wunderst, was du eigentlich ursprünglich wolltest 😉

  4. Den Verstand nicht, Traudelchen, bloss den Kopf 😆

    Wunderbarer Freier-Montag-Rapport, liebe Struppy!
    (P.S. Sag mal, sind freie Tage nicht eigentlich zu Erholungszwecken gedacht?…)

  5. Leider habe ich deine Geschichte erst heute gelesen, liebe Struppy! (Soll ich jetzt zugeben, dass mir immer etwas dazwischen gekommen ist? 😉 )
    Das hast du wirklich wunderbar beschrieben und es ist einfach soooo wahr!
    Vielen Dank – ach ja, und schöne Ostern, wenn es dann wirklich so weit ist! :mrgreen:

Kommentare sind geschlossen.