Kategorie-Archiv: Prosaische Hirngespinste vom Pi

Denk ich an Deutschland in der Nacht…

…lautet die Anfangszeile von Heinrich Heines Gedicht „Nachtgedanken“.
In dem Gedicht geht es vor allem um das Denken an seine Mutter im Pariser Exil, aber es enthält auch diese Zeilen:

Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd‘ ich es immer wiederfinden.

Genau daran sind aber heute Zweifel angebracht (insbesondere seit vergangenem Sonntag – grüner Wahlsieg in BW), und deshalb dient mir der große Deutschlandliebhaber und -Kritiker Heinrich Heine als Aufhänger für diesen recht persönlich gemeinten, aber auch allgemein zu verstehenden Schrieb. Denk ich an Deutschland in der Nacht… weiterlesen

Das Jüngste Gericht – der komplette Text

Liebe Blog-Förmchen,

da ich nicht glaube, dass sich meine Umfrage noch deutlich wendet – und Euch die Leseprobe offenbar auch nicht abschreckt – stelle ich nun etwas vorzeitig den kompletten Text als WORD-Datei hier rein.
Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen,

Euer Pi…

Das Jüngste Gericht

PS: Wie ich grade gesehen habe, erscheint beim Klick auf den Link noch ein Link (seltsam) „Attachment ID 750″ oder so. Wenn Ihr den auch noch klickt, kommt der WORD-Text als Download…

Das Jüngste Gericht (Leseprobe)

Liebe Blog-Förmchen,

wie mir scheint, herrscht in der Umfrage zu meinem zweiten Machwerk ein deutlicher Trend vor.  :-)
So will ich Euch mal eine Leseprobe reinstellen, und wenn die Umfrage am Mittwoch Abend immer noch positiv steht, dann stelle ich hier sinnvollerweise einfach die komplette WORD-Datei rein. Denn diesen langen Text als Fortsetzungsroman zu bringen, erscheint mir ungünstig.
So könnt Ihr Euch bei Bedarf den Text ausdrucken und später „normal“ lesen, jeweils wenn Ihr Zeit und Lust habt…
Nochmals: Der Text ist aus meiner zukunftspessimistischen Zeit, und bezüglich seines apokalyptischen „Aufhängers“ gefällt er mir nicht mehr. Aber sonst schon… Das Jüngste Gericht (Leseprobe) weiterlesen

Frage an alle…

Liebe Blog-Förmchen,

zwar werde ich wohl von meiner Intellektuellen-Story keine Fortsetzung schreiben, aber es gibt da noch ein Machwerk…
Dieses ist fast 80 Seiten lang, ziemlich hart und fängt mit dem Ende der Menschheit an (es ist aus meiner zukunftspessimistischen Zeit).
Das „Werk“ ist weiterhin recht philosophie- und wissenschaftslastig, sowie wütend und Kirchen-/Gottfeindlich.
Aber es hat ein Happy End (könnte man sagen).

Meine Umfrage ist nun:
Soll ich Euch dieses Ding hier antun, oder es lieber lassen, wo es ist?

Falls ich drei oder mehr positive Antworten bekomme, und diese auch die absolute Mehrheit sind, werde ich es reinstellen.

Abstimmungsschluss ist am kommenden Mittwoch 20:00 Uhr.

Euer Pi…

„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle (9+Epilog)

Liebe Förmchen,

nun wird es ernst: Ihr erfahrt jetzt das Ende dieser Fortsetzungsgeschichte – außer dem Äxli, das sich wg. Spannungsaufbau noch 1…2 Tage Zeit lassen will, ehe sie nachliest. 😉

Für die Anderen geht es jetzt los:

Kapitel 9

Was die Dichterin jetzt zu sehen bekam, war für sie so ungeheuer überraschend, wie vielleicht … eine Alpenwiese (einschließlich Murmeltier und Gemse) in der heimischen Badewanne vorzufinden. Auf dem Monitor entwickelten sich herrliche farbige Gebilde, die sich ständig veränderten und in ihrem Aussehen bald an Gebirge oder Packeislandschaften, bald an Mondkrater, bald an verschiedene Pflanzen erinnerten. Dabei muß man sich vorstellen, daß die genannten Gestalttypen ständig irgendwie nahtlos ineinander übergingen. Dies betraf nun nicht nur den geometrischen, sondern auch den farblichen Aspekt der Bilder. Roxana-Sybill war überwältigt von diesem Anblick. Das Programm lief schon einige Stunden, als sie sich zu fragen begann, ob es auch ein Ende hatte. Soweit sie gesehen hatte, war bisher keine Wiederholung irgendeines Bildes aufgetreten. Sollte man sich vorstellen, daß in diesem Rechner alle gesehenen Bilder gespeichert waren? Was tat der Computer eigentlich, wenn er diese Flut herrlicher Bilder schuf? War das etwa ein kreativer Vorgang?
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„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“ (7+8)

Liebe Förmchen, da ich ich heute auf Arbeit richtig Gas gegeben habe und auch alles geklappt hat, bin ich einigermaßen pünktlich und gut gestimmt wieder zu Hause. Das motiviert zum Reinstellen der nächsten beiden Kapitel – und morgen, so DIESERUNDJENER will, bekommt Ihr das Ende der Geschichte. Also los:

Kapitel 7

Als etwa vier Monate in der geschilderten Weise vergangen waren, begann Roxana-Sybill, sich in der Physik vertieft mit Elektrizitätslehre zu befassen. Leider standen schon an der „Eingangstür“ zu einem etwas tiefergehenden Verständnis elektromagnetischer Phänomene wie zwei Zerberusse die „Maxwellschen Gleichungen“, die in einer für die Dichterin bislang vollkommen unverständlichen mathematischen Sprache abgefaßt waren. Sie stellte also fest, daß es nunmehr unumgänglich sein würde, sich ein Verständnis der sogenannten „Infinitesimalrechnung“ oder auch „Differential- und Integralrechnung“ zu erarbeiten. Natürlich waren ihr auch vorher Berechnungen auf Basis dieser Methoden begegnet, sie hatte sich aber bisher damit geholfen, nur die jeweils entstandenen „Endformeln“ zu betrachten und für ihre weiteren Studien zu verwenden. Was die genannten Rechenmethoden in ihrem Wesen eigentlich waren, das konnte sie bisher einfach nicht verstehen. Ihr nun angestrebtes Ziel war es jedoch, die Berechnungen, die unter anderem dem Aufbau gewisser elektrischer Schaltkreise zugrundelagen, wirklich inhaltlich nachvollziehen zu können.
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„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“ (5+6)

Liebe Förmchen, da ich nicht weiß, ob ich morgen dazu komme, Euch eine Fortsetzung reinzustellen, gibt es die heute schon – zumal Ihr die Story offenbar mit Spannung lest. *freu*
In den nächsten 3…4 Kapiteln werden, wie ich denke, etliche von Euch ziemlich zu leiden haben – aber schließlich soll das Elend der Heldin ja nachspürbar sein…
Da müsst Ihr durch!

Kapitel 5

Zum ersten Male erwachte die Gefangene hier unten gut ausgeruht und stand recht unbeschwert auf. Dies lag wohl vor allem darin begründet, daß sie den Beginn der geistigen Tortur selbst festlegen konnte, ja sie hatte eigentlich auch die Möglichkeit, es ganz zu lassen! Der Verstand sagte ihr aber deutlich genug, daß sie sich dem Unvermeidlichen nicht würde entziehen können.
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„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“ (3+4)

So liebe Förmchen, nun der zweite Teil vom Fortsetzungsroman ;-):

Kapitel 3

Ein leichtes Gefühl der Langeweile überkam sie allmählich, zumal sie sonst fast niemals gegen ihren Willen mit sich allein war. Wenn Roxana-Sybill gerade nicht arbeitete (also dichtete) oder sich selbst pflegte, war ihr Einsamkeit zuwider. Sie sorgte dann stets schnell für Gesellschaft, gewöhnlich, indem sie ein Mitglied ihrer geistigen Runden anrief. Da letzteres hier nicht möglich war, begann die Dichterin, nach Schreibmaterial zu suchen, um etwas zu arbeiten. Seltsamer- und vor allem ärgerlicherweise fand sich in dem ganzen großen Labor nicht die geringste Spur von Schreibutensilien. Zunächst war sie darüber höchst erstaunt, erinnerte sich aber dann, daß ihr Mann alle Schreibarbeiten auf seinem Computer erledigte – eine der Angewohnheiten die sie an ihm besonders störten. Dies lag wohl in ihrem nahezu religiösen Verhältnis zum Schreiben begründet, das für sie eine unlösbare Einheit mit dem Dichten bildete. Profanes Schreiben (Berichte, Formulare oder ähnliches) empfand die schöngeistige Frau daher immer ein wenig als Sakrileg. Dementsprechend durfte man im Prinzip nur mit der Hand schreiben, sodaß Roxana-Sybill lediglich für die Reinschriften ihrer Manuskripte, die sie bei Verlagen einreichte, widerstrebend zur Schreibmaschine griff. Von einem seelenlosen elektronischen Pseudohirn, einem Computer, konnte natürlich keine Rede sein.
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„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“ (1+2)

Liebe Förmchen,

Esther hat mich ermutigt, hier auch etwas längere Texte reinzustellen, was ich nun – Kapitelweise  – tun will. Ihr bekommt ungefähr im Tagesrhythmus immer ein bis zwei Kapitel – außer Ihr wollt es anders…
Zuerst kriegt Ihr eine Story, welche wie folgt benannt ist:

„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“
(von 1994 – bitte die Computer-lastigen Teile entsprechend einordnen! :-))
„Eine böse Geschichte über zwei Intellektuelle“ (1+2) weiterlesen