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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Café Kunterbunt  |  Thema: Aus meiner Jugendzeit « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Aus meiner Jugendzeit  (Gelesen 6616 mal)
traudel
Gast
« am: 28. November 2010, 20:57:47 »

Oh, was hab ich jetzt gesucht

Und dann hab ich es gefunden - im alten Förmchen !

Wem soll ich es denn sonst erzählen?

Also:

Der Schirm

Ich war in der 2. Klasse  ( Dorfschule auch Grundschule genannt)
Da war dieser Erwin..... immer und immer wieder ärgerte er mich. Seine Lieblingsbeschäftigung : meinen Schulranzen,den ich brav auf dem Rücken trug, zu öffnen und Sachen rausholen.
Auch an diesem Tag.
Nur da war ich wohl ganz schlecht drauf und haute diesem Erwin meinen neuen Schirm über die Rübe.
Erwin schrie und langte an die gewisse Stelle am Kopf. Die Hand war blutig!
Als wäre der Teufel hinter mir her rannte ich nach Hause.
Da angekommen stellte meine Mutter fest, dass der neue Schirm kaputt war. Dafür bekam ich nach Strich und Faden den Hintern versohlt.
 Erst danach fragte sie wie ich das gemacht habe. So ehrlich wie ich nun mal war erzählte ich ihr die Geschichte und sagte auch, dass nur Erwin daran Schuld hatte.
Wie eben meine Mutter war glaubte sie mir nicht  und marschierte mit mir an der Hand zu Erwins Mama. 
Dort sass der  miese Kerl und hatte einen Verband um seinen Schädel. Seine Mama erzählte was von einem riesigen Loch!
Die blöde Kuh - natürlich bekam ich an Ort und Stelle noch ne Tracht Prügel. Ich sehe heute noch das Grinsen von Erwin.

Bei dem Klassentreffen vor ein paar Jahren zeigte mir Erwin die gewisse Stelle,  wo ich ihn getroffen hatte.  Da wuchs nicht ein Haar

Das finde ich wieder gerecht!
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pispezi
Gast
« Antworten #1 am: 28. November 2010, 21:05:27 »

Traudäääl!

 

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powerjulchen
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♥ ♥ ♥


« Antworten #2 am: 28. November 2010, 21:18:47 »

Traudel...... ......ich glaube in Zukunft bin ich ein bisschen vorsichtiger mit Dir.......























Ach was solls.......Du bist ja weit weit weg........



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Dumdidum....
Martina
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« Antworten #3 am: 28. November 2010, 21:30:13 »

  Das ist doch mal eine Genugtuung, wenn auch spät
 Grinsend Martina
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Besser ein Messer, als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein und trifft oft am Herzen vorbei. Nicht das Wort. Hilde Domin
mimidan
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« Antworten #4 am: 28. November 2010, 21:38:34 »

Traudel !!!  sooooooo  gut !!  

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mimidan
Zwirbel
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« Antworten #5 am: 28. November 2010, 21:59:47 »

Soooooooo gut, liebste Traudel!!!!

DAS ist doch eine (späte) Gerechtigkeit!




Ganz toll, dass Du hier ein solches Thema aufgemacht hast!
Nur noch zum Verständnis die Frage: möchtest Du hier DEINE Erinnerungen aufschreiben, oder "können hier alle"?  

Liebs Grüessli
Zwirbel
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winke-winke   
traudel
Gast
« Antworten #6 am: 28. November 2010, 22:24:25 »

Im alten Förmchen, was glaub ich Tutey angefangen hat, hat jeder reinschreiben können. Ist doch auch schöner.
Es freut mich, dass es Euch gefällt.
 Danke 
Traudel
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Esther
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« Antworten #7 am: 29. November 2010, 21:27:13 »

Danke, liebe Traudel, für diese tolle Geschichte und das Thema!

Liebe Grüsse
Esther
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Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg,
was sie nicht sein können,
und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.

(Albert Camus)
traudel
Gast
« Antworten #8 am: 29. November 2010, 21:34:57 »

Hallo Esther
Das Thema ist nicht von mir,die Idee hatte Heri. Schau:
http://turmfalkentagebuch.foren-city.de/topic,1003,-aus-meiner-jugendzeit.html
Freu mich dass es Dir gefallen hat
Traudel
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traudel
Gast
« Antworten #9 am: 11. Dezember 2010, 21:48:33 »

Da fällt mir noch was ein,die Geschichte mit dem Brot.

Meine Mutter war nicht immer hartherzig. Wenn sie mal mütterliche Gefühle zeigte genoss ich das ausgiebig.

 Diese Seite von ihr gab es ziemlich selten.

So auch an diesem Tag:

Ich wurde zum Brotholen geschickt. Das Brot war noch herrlich warm und knusprig , zu meiner Überraschung schnitt Mutter vom Laib ein großes Endstück ab und gab es mir.

Ganz stolz mit dem "Knerzel" in der Hand ging ich Richtung Ria`s Mäuerchen. Ria war und ist heute noch meine Freundin.

 Vor ihrem Elternhaus war eben dieses Mäuerchen, auf dem man herrlich sitzten konnte und dabei alles im Blick hatte.

Dort  aß ich dieses herrlich duftende knusprige Brot. Da kam die Frau L.(eine Nachbarin von gegenüber) nahm mir den geliebten Knerzel weg und drückte mir ein Stück klebrigen Kuchen in die Hand. Dazu sagte sie :"Du armes Kind mußt trockenes Brot essen, hier hast du ein Stück leckeren Kuchen."

Heulend lief ich nach Hause und zeigte dieses pappige Etwas meiner Mutter. Diese schüttelte nur den Kopf nahm mir das Zeug ab und schickte mich Händewaschen.

Als ich fertig war gab sie mir das andere Ende des Brotlaibs. Mit dem Schatz in der Hand lief ich den Weinberg hinter dem Haus hoch wo ich mich vor Frau L. sicher fühlte.
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Martina
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« Antworten #10 am: 11. Dezember 2010, 22:29:49 »

Einfach nur:    Danke Traudel
Du hast das so erzählt, dass ich es nachempfinden konnte  Smiley Smiley Smiley
  Martina
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Struppy
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« Antworten #11 am: 12. Dezember 2010, 17:01:59 »

Hallo Traudel


Vielen Dank auch von mir für deine tollen (oder weniger tollen) Geschichten aus der Jugendzeit! 

Es ist ganz herrlich zu lesen, wie du das beschreibst - mach einfach weiter, es fällt dir bestimmt noch mehr ein.

Liebe Grüsse
Struppy
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mimidan
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« Antworten #12 am: 12. Dezember 2010, 17:23:55 »

Vielen Dank Traudel, Deine Geschichten aus Deiner Jugend gefallen mir sehr ...

liebs Grüssli
mimi

 

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mimidan
Zwirbel
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« Antworten #13 am: 13. Dezember 2010, 10:17:43 »

Soooooo SUPER, liebe Traudel, Deine Geschichten!!!!

Jetzt ist mir gerade in den Sinn gekommen, dass mir beim Lesen Deiner ersten Geschichte ja eine eigene in den Sinn gekommen ist, die ich mal aufschreiben wollte.

Es ist eine gaanz MISCHTERIÖÖSE!

Ich war etwa in der zweiten Klasse. Wie immer verbrachten wir die grosse Pause auf dem Schulhof, ich apfelmampfend.
Als meine Apfelmahlzeit vorüber war, befiel mich die grosse Müdigkeit und ich dachte, den Weg zum Abfalleimer nicht mehr gehen zu können, und dabei erst noch rechtzeitig im Klassenzimmer zu sein.
Also beschloss ich, was natürlich streng verboten war, mein Öpfelgiägi (auch Kerngehäuse genannt) mit einem kurzen satten Wurf zu entsorgen! Dies musste natürlich schnell geschehen, damit es keiner sah, was sich in der Treffsicherheit auswirkte!  Schockiert Ich schmiss das Teil wie eine Rakete los, - und oooweeeh! Ich traf einen Italienerjunge MITTEN auf die Stirn, - aber wirklich gerade zwischen die Augen.
Schnell drehte ich mich um........ und da soo viele Kinder beisammen waren, flog ich auch nicht auf!

Aaaaber, ein schlechtes Gewissen hatte ich!!!!!!  Mannnnnn, mannnnnn! Wenn ich jetzt den Jungen ernsthaft verletzt hatte????? 
Ich hatte einen sehr unruhigen, unglücklichen Tag!

Am nächsten Tag hielt ich dann in der Pause Ausschau nach dem Jungen, - aber ojeeeee  der Junge war nirgends zu erblicken!!!
Herrschaft, dachte ich, - der ist bestimmt schweeeer verletzt!!!!  Eine Hirnerschütterung! Einen Schädelbruch, - oder vielleicht ist er gerade GANZ gestorben!!!!
Also, mein Tag war nicht besser als der vorangegangene, - IM GEGENTEIL!

Der Tag darauf: wiiiieder war der Italienerjunge nicht zu sehen!  Den habe ich glaub tatsächlich umgebracht! 

Am dritten Tag war er Gottseidank wieder zu erblicken............... MIT EINEM GIPS AM ARM

Da meine Phantasie schon damals unbeschreiblich war, malte ich mir aus, was vor drei Tagen geschehen war: ICH schmiss ihm meinen kleinen Apfelrest ans Hirn! Davon sah der Junge Sternlein und taumelte, fiel hin, gerade auf diesen Stein dort in der Mitte, und der Stein brach ihm dann sogleich den Arm!
Niiiiemand wusste, von WEM das Geschoss kam, niiiemand wusste, dass ich alleine an seinem Gipsarm schuld war!!!

Jaaaaja! Überlegt es Euch gut, bevor ihr das nächste Mal einen Apfelrest fortwerft!!!! Es kann MASSIVSTE Folgen haben!!!!!


                                       


Mit lieben Grüssen
Zwirbel
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winke-winke   
Gudrun
Gast
« Antworten #14 am: 13. Dezember 2010, 11:48:16 »

Eure Geschichten sooo gut


Apropo Folgen

Dazu fällt mir auch eine Geschichte aus meiner Kindheit ein.

Mein Vater und meine Mutter neckten sich sehr oft, das ging so:
Vater schnipste meiner Mutti immer seine Finger über ihren Allerwertesten und meinte:     “Na Ollekin wie geht’s Dir denn”
Mutter juchzte auf und tat immer ganz entrüstet. Es war also alles Spaß.

Eines Tages kam ich aus der Schule, ich muss so 6-7Jahre alt gewesen sein, und sah wie meine Mutter in unseren “Tante Emma Laden” zum einkaufen ging.
Da fielen mir doch gleich die schönen Bonbons ein. Sie  hießen  “Adlerkissen” Damals in der Nachkriegszeit der gaaaaanz  große Hit.
Also ich hinterher und betrat den Laden, Mutter wurde schon bedient sie drehte sich auch nicht um als ich mich hinter sie schlich, klatschte ihr auf den Po und sagte:
 “Na Ollekin kaufst mir nen paar Bonbons?”
Na was soll ich sagen, Mutter drehte sich,vor Schreck Huch, blitzschnell um und gab mir eine schallende Ohrfeige.
Mit hängendem Kopf verließ ich den Laden und schlich mich davon. Traurig

Fazit: Wenn Zwei das gleiche tun ist es immer noch nicht Dasselbe. Huch

Bis heute sehe ich die Bonbons in dem großen Bonbonglas vor mir



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