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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Formulier Bar  |  Thema: Tierisch zusammen gereimt « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Tierisch zusammen gereimt  (Gelesen 7113 mal)
Esther
Förmchen-Glucke
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Beiträge: 6064



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« Antworten #15 am: 18. Dezember 2010, 01:14:40 »

Tolles Gedicht, liebe Struppy! Danke!

Aus Sicht dieser "Tierchen" könnte das auch so aussehen:

Ein Virus sprach zum andern:
"Komm lass uns weiter wandern!
Hier herrscht ja eine solche Enge,
ich werd ganz krank in dem Gedränge!"

Der andre Virus meinte nur:
"Vermehrung ist uns halt Natur
und Daseinssinn - nur im Verein
können wir wirklich glücklich sein!"

Der erste Virus sagte bloss:
"Was schwafelst du? Die Welt ist gross
und unentdeckte Orte warten
auf Pioniere aller Arten!"

Da hört man laut: "Haatschiii" - und schon
fliegt er im Bogen nun davon -
und landet - ach, es ist ein Fluch -
statt in der "Welt" im Taschentuch.

 


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Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg,
was sie nicht sein können,
und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.

(Albert Camus)
pispezi
Gast
« Antworten #16 am: 21. Dezember 2010, 22:34:35 »

Tolles Gedicht, liebe Struppy! Danke!

Aus Sicht dieser "Tierchen" könnte das auch so aussehen:

Ein Virus sprach zum andern:
"Komm lass uns weiter wandern!
Hier herrscht ja eine solche Enge,
ich werd ganz krank in dem Gedränge!"

Der andre Virus meinte nur:
"Vermehrung ist uns halt Natur
und Daseinssinn - nur im Verein
können wir wirklich glücklich sein!"

Der erste Virus sagte bloss:
"Was schwafelst du? Die Welt ist gross
und unentdeckte Orte warten
auf Pioniere aller Arten!"

Da hört man laut: "Haatschiii" - und schon
fliegt er im Bogen nun davon -
und landet - ach, es ist ein Fluch -
statt in der "Welt" im Taschentuch.

 


Unsre Glucke spricht von Tieren,
welche sollen sein die Viren.
Diese flögen in den Lüften,
selbst mit zarten Damendüften.

Dann, sagt unsre Glucke hart,
landen jene gar nicht zart
überall bei uns sofort,
Hauptsache dass feucht der Ort.

Bei Erfolg, so weiß man gut,
jeder Virus etwas tut,
das der Mensch ganz übel find't
und ihm schafft den Nasengrínd.

Soweit hat die Glucke recht,
aber eines passt ganz schlecht:
Viren sind gar keine Tiere,
sondern Nano-Infektiere.
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pispezi
Gast
« Antworten #17 am: 07. Februar 2011, 18:52:06 »

Nachfrage

Überall sind um uns Tiere,
wohl sogar im kühlen Biere.
Oder in den Teppichmaschen,
wo sie unsre Reste naschen.

Auch im See und in der Wüste
manch ein Wesen uns begrüßte.
Selbst Antarktis birgt Getier,
das uns bitte nicht erfrier!

Nur ein Ort scheint schon so lange
nicht Biene, Igel oder Schlange
mehr zu enthalten in sich drin:
Das ist der Thread, wo ich grad bin.

Tut es denn noch Förmchen geben,
die nicht nur im Webcam-Leben,
sondern auch im Dichter-Faden
uns zu tierisch Freuden laden?

 





« Letzte Änderung: 07. Februar 2011, 19:18:33 von pispezi » Gespeichert
lacerta
Gast
« Antworten #18 am: 08. Februar 2011, 23:36:43 »

Bin ein Menschlein mit zwei Beinen
die sich Mühe gibt zu reimen
ist gar schwer, s’fällt mir nicht leicht
denn im Dichten bin ich seicht

sollt jetzt noch ein Vieh einbringen,
Mäuse mir im Hirn rum schwingen
Katzentatzen kratzen wild
führen garstig Zeug’s im Schild

bin soeben sehr erschrocken
knallt mich schier schon aus den Socken
wollig wie ein Schafspelz schrieb ich
12 lange Zeilen. So…nun ich kriech’

ich wie die Schnecke mit dem Häuschen
bereits zum zweiten Mal muss Mäuschen
herhalten, weil ich nicht mehr find
ein Ende hier … schreib ich halt Rind
 

boaahh eeyyh  … aber eigentlich hat’s grad sehr viel Spass gemacht
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Struppy
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« Antworten #19 am: 12. Februar 2011, 12:02:53 »

Okay, Pi..., hast ja recht: hier sollte wieder mehr gedichtet werden und Lacerta hat damit angefangen - SO GUT!!! Also weiter gehts mit der

Rheinforelle

Gestatten, ich bin die Rheinforelle
und erzähl euch auf die Schnelle
wie ich die Tage hier verbringe
wenn ich mich durch die Wellen schwinge.

Was ich so treib den ganzen Tag
und was ich auf den Tod nicht mag,
mit wem ich wann, wo und warum
oder ob mir gar nicht drum.

Doch halt, da kommt die Möwe Gerd
den zu grüssen ist nicht verkehrt,
weil er – packt ihn mal die Wut,
stets etwas fallen lassen tut.

„Hallo Gerd, wie ist die Lage -
ob dich der Kopf noch immer plage?“
Da dieser Small Talk nun geschehen
kann die Erzählung weiter gehen.

Moment, der Rabe Isidor
der hat doch heute gar nichts vor
und wollte mich besuchen kommen
soviel sei schon vorweg genommen.

Ein liebes Volk sind unsere Raben
wie kann ich was dagegen haben
wenn ab und zu mal einer taucht
und mir was in die Ohren haucht?

Jetzt sagt mir ganz schnell, ach ihr Lieben
wo bin ich stecken nur geblieben?
Ganz schnell der Meise lieb zuwinken
dann wieder in die Tiefe sinken.

Sobald ich Futter find auf Grund
das nicht bestimmt für meinen Mund
weil es doch trieft vor lauter Fett
dann finden das die Meisen nett.

Schaut schnell, am Ufer geht ne Frau
und diese wird – ziemlich genau
in 10 Sekunden, ich kann’s erkennen
mit lautem Schrei von dannen rennen.

Hat nicht geseh'n das kleine Nest
von Ratten – denkt es sei die Pest!
dabei sind kleine Ufer-Ratten
die liebsten Nachbarn, die wir hatten.

Sie geht drauf zu - und drei, zwei, eins
Gehör hat diese Frau wohl keins!
Sie schreit, die Ohren tun mir weh
ich weiss nicht mehr wie mir gescheh!

Ganz schlecht kann ich mich konzentrieren
bei all den lieben kleinen Tieren,
die den Gedankengang mir stören -
jetzt kann ich schon die Amseln hören.

Sie singen mir die schönsten Lieder,
mit einem Luftsprung dank ich wider,
sie winken mit den Flügeln runter
und fliegen weiter, fit und munter.

Wo war ich, frag ich euch mit Bangen:
hab ich noch gar nicht angefangen?
Komm gleich, muss nur dem netten Lachs
den Gruss ausrichten vom Herrn Dachs,
der, weil es sich doch scheinbar lohnt,
am andern Rheinesufer wohnt.
Die Preise mit Forellensicht
die fallen heftig ins Gewicht!

Ach, schaut euch diese Flügel an!
Das ist die Gritt, mein Lieblingsschwan,
fünf Junge hat sie gross gezogen,
die nach der Aufzucht weggeflogen.

„Huu-huu Gritt, bringst mich zur Rührung
Ich mach hier unten eine Führung,
doch komm nicht wirklich ich vom Fleck!“
und schon ist unser Grittchen weg!

Der Grund fürs Eilen sehe ich -
sie fürchtet sich vor’m Enterich
der oft als bös wird angeschaut
doch Böses tun sich nicht getraut.

Seht mal dort drüben, rechts vom Schwan
das ist der schwarze Kormoran
schon Mutter sagte: "Nie vergessen,
die lieben es uns aufzufressen!"

Langsam wird es jetzt schon dunkel
und ich hab's satt das ganz Gemunkel
ob Lerche oder Nachtigall,
ich kenn die Vögel überall.

Doch schaut mal über jenem Haus
die süsse kleine Fledermaus,
ob Kurzohr oder langes Ohr
die kommen hier sehr häufig vor.

Schon zieht die Eule ihre Runden
und es beginnen jene Stunden
die wir mit Schlafen stets verbringen
davon kann ich ein Liedchen singen.

Aus diesem Grunde, all ihr Lieben
müssen wir den Kurs verschieben.
Ich lad euch ein ein and'rer Tag
falls jemand von euch nochmals mag.
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pispezi
Gast
« Antworten #20 am: 12. Februar 2011, 12:30:14 »

Ha! Sehr schön Äxli und Struppy!
Bin grade beim Kochen, danach versuch ich der Forelle was zu antworten... Zwinkernd
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pispezi
Gast
« Antworten #21 am: 12. Februar 2011, 19:33:38 »

Geplagter Wels

Ich bin der Wels Korbinian
und liebe trägen Schlendrian.
Ich treibe über Rheines Grund
und füll' gemütlich meinen Schlund.

Dann lege ich mich schön zur Ruh,
und mache Maul und Augen zu.
So lieg ich still auf meiner Stelle,
da kommt doch diese Rheinforelle!

Die plappert, klappert, sabbelt nur,
war sie bei dir, brauchst du 'ne Kur!
Heut wollte sie 'ne Führung machen,
da tun sogar die Steine lachen!

Kann sich doch nicht konzentrieren,
dauernd schwatzt sie mit den Tieren,
die da so vorüberkommen.
Klar hat sie sich übernommen!

Und? Was sage ich euch denn?
Als ob ich die Forell' nicht kenn!
Sie hat die Führung schon vergeigt,
die Gäste scheinen abgeneigt.

Zwar versucht sie zu versprechen,
das nächste mal nicht abzubrechen.
Doch wenn ihr mich fragt, liebe Leut:
Die einz'ge Chance war doch heut.

So wird wohl die Rheinforelle,
wenn es morgen früh wird helle,
wieder ohne Touri-Job sein
und solo schwimmen hier im Rhein.

 Zunge

« Letzte Änderung: 13. Februar 2011, 09:07:55 von pispezi » Gespeichert
Struppy
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« Antworten #22 am: 15. Februar 2011, 23:09:45 »

Der Aal Abraham

Hier spricht Herr Abraham, der Aal:
für mich ist Langeweil' die Qual,
drum bilde ich mich ganz gern weiter
und finde dann das Leben heiter.

Gedanken über Fluss und Quelle
erklärt genau die Rheinforelle.
Entgegen Korbinian's Bedenken
kann uns Eusebia sehr viel schenken.

Sie weiss viel - ist beliebt bei allen
von Kaulquappen bis zu den Quallen.
Ich als Aal geh gern zu ihr
denn sie erklärt das Leben mir.

Sie sagt auch, dass Korbinian
sich stets ernährt von Thymian
und dadurch Wichtiges vergisst
und nicht mehr urteilsfähig ist.

Eusebia, die Rheinforelle
rückt dem Wels nun auf die Pelle,
gibt ihm bei einer Führung Platz -
ist sie nicht ein kleiner Schatz?

Schlau, wie nur ein Aal sein kann
hab ich den Durchblick irgendwann
entdeckt und bin seitdem dabei
wie kurz auch jede Führung sei.

Da kommt Eusebia heran,
nun schaut mich an, den Abraham,
so könnt ihr eure Neugier zähmen
und lernen über gut Benehmen!

"Hallo Eusebia, du Liebe,
hast du getroffen Tagediebe
wie Herrn Korbinian, den Wels,
der wohnt doch hinter deinem Fels?"

"Hi Abraham, lang nicht gesehen,
bei mir ist einiges geschehen,
hab einen Tauchgang hinter mir
mit Kursteilnehmern deren vier.

Jetzt muss ich weiter, hab ein Treffen
mit Hugo, meinem kleinen Neffen.
Er stellt mir seine Freundin vor,
sie kommt vom grossen Heide-Moor.

Dich lad ich ein, tu's nicht vergessen
morgen früh zum Algen-Essen.
Es kommt auch die Familie Hecht,
die ich dir gern vorstellen möcht."

Gesagt, und schon davon geschwommen,
hat sie mein "Danke" mitgenommen.
wie ich mich auf die Party freue
ich weiss, dass ich es nicht bereue.

Eusebia's Essen sind bekannt
und werden immer toll genannt.
Wie schon gesagt, zur Rheinforelle
schlängle ich mich auf der Stelle.
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Esther
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« Antworten #23 am: 15. Februar 2011, 23:28:06 »

Mit Familie Hecht am Esstisch zu sitzen,
brächt' mich als Fischlein arg ins Schwitzen.
Wär auch das Menü vegetarisch,
fühlt' ich mich trotzdem kulinarisch,
irgendwie heimlich angestiert
und hechtgedanklich schön serviert.

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was sie nicht sein können,
und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.

(Albert Camus)
Struppy
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« Antworten #24 am: 16. Februar 2011, 17:51:32 »

Das versteh ich, bin ja helle
Heiss nicht vergebens Rheinforelle!
Da hast du, Aal, sowas von recht
Ich lad ihn wieder aus, den Hecht.

Er wird es mir bestimmt nicht danken
Doch nein, ich werde nicht mehr schwanken
Der Hecht gehört nicht an den Tisch
Wo sich gesellt der kleine Fisch!

Sag, soll ich Korbinian einladen?
Freundschaft mit ihm kann ja nicht schaden.
Vielleicht ist er dann nicht mehr gar
So schadenfreudig wie er war.

Die Algen liegen präpariert
Und mit dem Seegras schön garniert.
Bestimmt gefällt ihm dieser Schmaus
Und er lernt sicher was daraus.

Sich nicht über andere lustig machen
Und über meine Red’kunst lachen.
Wenn er am Tisch gefüllt den Bauch
Dann sieht er dieses sicher auch!

 
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lacerta
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« Antworten #25 am: 20. Februar 2011, 14:38:53 »

die Flugechse

Ich kannte diese nette Echse,
’ne schwarze, wie die Schuhwichse.
Wenn ihr kleiner Honigmund
sich spitz verformt und s’Zünglein schiesst
nach vorn’, treffsicher Flieg’ aufspiesst
sagte ich ihr: „toll Kundigund!“
Blitzartig war’s Insekt im Schlund
entschwunden - das hielt sie gesund.

Es kam wie’s einmal kommen musste,
sie sonnte ihre Schuppenkruste
sorglos, locker, ganz entspannt


der Falk ist mit ihr durchgebrannt
 
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pispezi
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« Antworten #26 am: 24. Februar 2011, 21:36:08 »

Huaaaah, hier spricht Corbinian,
hab grade einen Schlaf getan,
der ziemlich lang gedauert hat,
weil ich doch war ein wenig platt.

Dieses kam, weil ungewohnt
ich Euch schrieb, ganz ungeschont.
Solches ist bei mir recht selten,
denn ich mag eh'r stille Welten.

Davon sprach ich Euch wohl schon
wegen der Forelle Ton,
welcher mächtig nervig war,
mich vom Schlafe weckte gar.

Aber eines muss ich sagen,
würde es fast gerne wagen,
der Forelle Gast zu sein,
denn sie scheint "als Fisch" mir fein.

Also lieb Forelle mein,
wann ist denn die Party dein?
Würde dich sehr gerne sehn,
also wann - huuuwwaaaha gääähn...

Rrrrrr....
« Letzte Änderung: 24. Februar 2011, 21:47:25 von pispezi » Gespeichert
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« Antworten #27 am: 22. Juni 2011, 11:09:37 »

Da gestern Abend mein Internet-Anschluss schlapp machte, habe ich wieder mal was tierisches zusammengereimt...

Qualen eines Tausendfüsslers

Dem Tausendfüssler Siegismund
dem tat ein Fuss arg weh.
Doch ob gebrochen oder wund,
vielleicht war’s bloss der Zeh?

Er wusst‘ es nicht drum blieb nur noch
der Tierarzt Doktor Wurm.
Der ist sehr fähig, redet jedoch
die Patienten sturm!

Kaum in der Praxis angekommen
schon liegt er auf dem Bett.
Ist vor Angst etwas benommen
doch der Arzt sagt nett:

„Bitte streck die Beine hoch
eines nach dem andern“.
Da denkt der Sigi: „Geht es noch,
ich bin doch nicht beim wandern!

Das kann so seine Stunden dauern
das weiss ich ganz bestimmt.
Ich will hier nicht komplett versauern!“
als plötzlich er vernimmt:

„Ich seh auf Fuss einhundersieben
eine Schwellung stehen -
die Knochen könnten sich verschieben,
das musst du doch verstehen.“

„Nein nein, Herr Doc“ sagt Sigi schnell,
„der Fuss der schmerzt mich nicht.“
Und weiter geht’s professionell
ein Untersuch auf Gicht?

„Jetzt hab ich ihn“ ruft laut der Doc
„wie sieht es damit aus,
beim Zeh dreihunderteins, oh Schock
da steht ein Knorpel raus?“

Darauf sagt Sigi ohne Scherz,
„da spür ich nichts, oh nein,
wenn ich nicht irre, muss der Schmerz
im hintern Drittel sein“.

„Wo du schon da bist, Siegismund,
da lassen wir nichts aus“.
So tut der Doktor Wurm jetzt kund
und Sigi packt den Graus.

„Wie steht es mit den Schmerzen hier
wenn ich fest drücken tu?
Das ist der Fuss vierhundertvier
der lässt dich nicht in Ruh.“

„Der tut nicht weh, zu meinem Glück,
da muss ich Sie enttäuschen.“
Sagt Sigi und er schreckt zurück
vor komischen Geräuschen.

Der Arzt begann ein Lied zu pfeifen
in allzu schrillen Tönen,
und Sigi kann es nicht verkneifen
dazu herzhaft zu stöhnen.

Auf einmal biegt der Doktor ihn,
den Zeh sechshundertdreissig
und schaut zum Patienten hin
nickt mit dem Kopf ganz fleissig.

Doch ach herrje, der Sigi schüttelt
den seinen fest und meint:
„Ach nee, und wenn man noch so rüttelt
es ist ja gut gemeint.

Jedoch auch dies ist nicht der Wahre
es schmerzt noch weiter hinten.“
Der Arzt pfeift weiter die Fanfare
mit Quarten und auch Quinten.

Auf einmal wird der Fuss gefunden
„achthundersechsunddreissig“ -
da werden, weil als Schmerz empfunden
die anderen Füsse schweissig.

Der Sigi liess `nen Schrei ertönen,
der Doktor fuhr zusammen.
„Da hast du allen Grund zum stöhnen
der Fuss steht ja in Flammen.

Den hast du wohl mal angeschlagen
und jetzt die Infektion.
Da müsstest du schon lange klagen
das sag ich ohne Hohn!“

Ich mal dir erst ein Kreuz ans Bein
damit du es gleich findest
und nach dem Salben immer fein
den richtigen verbindest.“

„Ich danke Doktor dir von Herzen
für deinen grossen Fleiss.
Viel besser geht es meinen Schmerzen
seit ich den Ursprung weiss.“

Nach diesen Worten und den Grüssen
bricht Sigi auf mit „Ach“
auf neunhundertneunundneunzig Füssen
doch einen schleppt er nach.

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pipistrellus
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« Antworten #28 am: 24. Juni 2011, 22:37:43 »

   dein Tausendfüsslergedicht........hab mich grad köstlich amüsiert und den armen Dottore bemitleidet.........

DANKE und liebs Grüessli   
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Liebs Grüessli,
pipistrellus
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