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Autor Thema: Tierisch zusammen gereimt  (Gelesen 7108 mal)
Zwirbel
Förmchen-Seele
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« am: 16. August 2010, 10:23:12 »

Liebe Förmchen

In diesem Teil "Tierisch zusammengereimt" hatte es im alten Förmchen solch hochstehende Schmuckstücke, dass ich finde, sie müssten hierher kopiert werden, - damit sie jaaa nicht verloren gehen.



Esther


Der Wettlauf

Ein Pinguin forderte 'nen Strauss
zum 100-Meter-Lauf heraus,
worauf der Strauss - Gerüchten nach -
vor Lachen gleich zusammenbrach.

Der Pinguin fand dies famos
und rief laut: "Achtung - fertig - los!"
und watschelte, man ahnt es schon,
mit ziemlich flottem Schritt davon.

Bis sich der Strauss zusammenrafft,
hat er die Strecke längst geschafft
und jubelte "hurra!" und "Sieg!"
worauf der Strauss beleidigt schwieg....



Zwirbel

Das Publikum jubelte dem Pinguin zu!
Schrie: "Der allerbeste Läufer bist nur DU!"
Der neue Star verbeugte sich nun tief,
vor Rührung ihm ein Tränchen runterlief.

Das war zu viel für den gekränkten Strauss,
"dieser dumme Pinguin ist für mich ein Graus!
Die Lösung dieser Pein seh ich kurzerhand:
ich stecke den Kopf einfach in den Sand!"

Gesagt, getan, vom Verschwinden ganz besessen
hat er promt den gefrorenen Boden vergessen!
Oh weh, zu seinem Ärger hat der arme Tropf,
nun auch noch eine Beule auf seinem Kopf!



Struppy

Der Pingu sagt: "du armer Strauss
jetzt ist es mit dem Denken aus.
Ein solcher Schlag, ich hört' es klirr'n
das hält nicht aus ein Straussenhirn!

Ich sag dir jetzt, was du nicht ahnst:
wenn du das nächste Rennen planst,
versuch nicht gar so anzugeben
sonst geht es dir so schlecht wie eben.

Mach dich nicht lustig über Tiere
und deren kleinere Scharniere,
sie sind oft schlau und dir deswegen
sogar am Ende überlegen!



Miriam

Dieses Geschehen lange schon
Guckt sich auch an Kamel Léon -
Grün wie ein Blatt, oben im Baum,
Läuft Léon mit - in seinem Traum

Er kommt als erster auch ins Ziel,
So ist Léon - wenn er was will!
Als der Applaus den Sieg von Pingu anzeigt,
Oben im Baum, Léon sich ganz graziös verneigt….




Struppy

Auch Kamel Leon wir gratulieren
er bestritt das Rennen auf allen Vieren
hoch oben in des Baumes Wipfel
und keiner sah's - ist doch der Gipfel!

Doch den Applaus, wie wir vernommen
hat unbewusst auch Leon bekommen.
Das hat bestimmt und garantiert
sein Selbstbewusstsein aufpoliert!



Struppy

Da war doch noch der Albatros
der Runden drehte ahnungslos,
bis er sah - was ihn erstaunt -
ein Pinguin watscheln gut gelaunt.

Der ist recht schnell, erreicht das Ziel
was unser'm Albatros gefiel.
Mit Flügelschlag klatscht er Applaus,
ganz wütend blickt hinauf der Strauss.

« Letzte Änderung: 16. August 2010, 11:13:52 von Zwirbel » Gespeichert

winke-winke   
Zwirbel
Förmchen-Seele
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« Antworten #1 am: 16. August 2010, 10:37:26 »

Zwirbel

Wieso geht es hier eigentlich nicht weiter
der Pinguin findt die Situation doch ganz heiter.
Er möchte noch viel mehr Rennen laufen,
und ne Menge Eintrittskarten verkaufen!

Die Frau vom Pinguin, geschäftlich gut,
heckt einen Plan aus mit viel Mut:
Ein Wettbüro könnte man noch einrichten,
dann müsst sie nie mehr auf'n Lohn verzichten.

"Heute Rennen: Pinguin gegen Schwan!
Der Schwan bekommt die Aussenbahn.
Wetteinsätze werden angenommen,
bis Herr Schwan kommt angeschwommen".........



Paka

Nun war der Tag gekommen
Keine Wette wurd mehr angenommen
Der Schwan, der Pinguin sie war‘ n bereit
Doch der Schwan war noch ein wenig breit

Denn gestern Abend trank er doch etwas arg viel
Und fiel daher, ganz kurz vorm Start auf‘s linke Knie

Oh Weh, was sollte jetzt geschehen
Der Pinguin der rief : Lass mich mal sehn

Der Schwan jedoch der schrie: Lass mich in Ruh
Und gib mir lieber meinen Schuh .......



Marabut

wieso es hier nicht weitergeht?
die frage nun im raume steht
und ich beginn zu grübeln...
es lag an welchen übeln?

ich habe da eine idee,
wenn ich ein paar threads weiter seh'...
ich glaub', der kuckuck lief verkehrt
und hat den esel dort beehrt.

darüber vergaß dieser tropf
(wie gut dass fest wuchs ihm sein kopf)
dass eigentlich er laufen sollte
und diesen lauf gewinnen wollte.



Esther

Ich seh schon, diese Rennerei,
läuft längstens nicht mehr nur mit zwei
Athleten, welche Kräfte messen,
es haben sich ja unterdessen
noch viele andre eingefunden
und drehen auf der Rennbahn Runden!

Sogar 'ne Schnecke kommt gekrochen,
so sehr hat es sich rumgesprochen,
dass angesagt und voll im Trend,
nur ist, wer tierisch sportlich rennt!

Das Ganze wirkt recht regellos
und die Verwirrung ist doch gross,
weil niemand mehr so ganz versteht,
von wo bis wo das Rennen geht.

Und als dann auch noch Renntier Kurt
erscheint, kommt es zum Massenspurt.

Bloss einer ruht sich träge aus.
Wer? Ist doch klar: Der Vogel Strauss!



Struppy

Die Tiere rufen: so geht's nicht weiter,
dieses Rennen ist nicht heiter!
Was wir brauchen, und zwar sehr:
ein Schiedsgericht, ja, das muss her!

Die Tiere treffen sich um acht -
es wird die Auswahl nun gemacht,
wer sich als Richter eignen könnt
und wem man dieses Amt nicht gönnt.

Der Pinguin schlägt den Eisbär vor,
worauf es unsern Strauss arg fror!
Ein Eisbär käm nicht in die Tüte,
der sei parteiisch, du meine Güte!

Leicht eingeschnappt fragt nun Pingu:
"sag mal Strauss, an wen denkst du?"
Der ruft: "für mich gibt es nur einen,
die Giraffe, und sonst gar keinen!

Die hat den Kopf am rechten Ort
sieht Start und Ziel in einem fort.
Weiss über jeden Schritt Bescheid
und leistet vor dem Kurs nen Eid."

Nach kurzer Diskussion geht's los,
der Schwan findet alles ganz famos,
die Hyäne lacht, dass die Decke bebt,
das Schnee-Huhn hüpft ganz aufgeregt.

Es quietscht ganz heftig unser Mäuschen,
die Schnecke ist ganz aus dem Häuschen,
das Kroko bekommt den Mund nicht zu,
der Pelikan schreit ganz laut: "Ruh!

Hat niemand einen bessern Rat?
Dann setzen wir den um in die Tat.
Die Giraffe wird - erst mal als Test
eingesetzt - und nun ab zum Fest!!!"




Esther

Beim nächsten Lauf steht die Giraffe
nun also mitten drin,
auf dass von oben her sie gaffe,
ja das macht wirklich Sinn!

Mit strengem Blick verfolgt sie jetzt,
von ihrer hohen Warte,
dass keiner Regelwerk verletzt
und auch nicht zu früh starte.

Der Startschuss knallt und dann gehts los,
sie dreht den Kopf damit
sie nichts verpasst, das ist famos,
's entgeht ihr so kein Schritt.

Sie selbst bleibt dabei leider stehn,
ein Fehler, wie ich glaube,
denn durch das stete Kopfverdrehn,
wird nun ihr Hals zur Schraube.

Wie das wohl endet weiss ich nicht
und bin echt überfragt,
drum stopp ich hier nun den Bericht -
das Ende wird vertagt!



Zwirbel

Die Fortsetzung weiss ich eben auch nicht,
doch las in der Zeitung ich den Bericht,
man müsse handeln ganz geschwinde,
die Giraffe brauche ein neu Halsgewinde.

Das Alte sei nicht mehr zu gebrauchen,
sie tat sich sämtliche Wirbel verstauchen!
Mit dieser Halsdreh-übung, dieser reifen,
kann sie als Schiedsrichter nicht mal mehr pfeifen!





Wort-schatz

Nun ehrlich, und das wißt Ihr nicht?
Das ist beim Spiel das Glück.
Beim Seitenwechsel, sag ich Euch,
dreht sich der Hals zurück.



Marabut

ist die giraffe wieder genesen,
ihr hals als wäre nix gewesen
so achtet sie bestimmt darauf,
dass beim nächsten dauerlauf
man öfter mal die richtung wechselt
damit ihr hals nicht wird verdrechselt.[/b][/color]






Wort-schatz

Man sieht sie vor dem Spiegel stehen,
sich ihren schlanken Hals ansehen.
Da plötzlich schockt das große Tier,
es sah an sich, man sah an ihr
die ersten Fältchen halsgekräuselt.
Erstmal 'nen Schnaps! Sie war besäuselt.



Marabut

und, mög' das schicksal glimpflich walten,
nicht nur am hals entdeckt sie falten.
rund um die augen zickzacklinien,
leis schluchzend steht sie unter pinien
und seufzt: "wenn ich im spiegel mich begrüße
seh' ich wahrhaftig krähenfüße!"


da tobt heran die dunkle welle
und in der luft ertönt es grelle
schwarzes gefieder, wildes rauschen
"was mussten wir hier g'rad erlauschen?
krähenfüße? was fällt dir ein?
unsere füße sind grazil und fein."



Wort-schatz

Es sind der Tiere tausend Krähen,
die gierig die Giraff ansehen.
Die Führerkrähe kräht ganz grell:
"Das kenn ich aus dem Wilhelm Tell:
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig,
sind wir allein auch mickerig und schmächtig!

Auf denn zum Kampf jetzt gegen die Giraffe,
dass man sie ganz schnell gen Ahalla schaffe."
Doch kampfbereit ruft die Giraff' im Stehen:
"Ich kann Euch jetzt mit Adleraugen sehen!"
Die Krähen hören Adlers Namen nennen,
vor dem sie sonst in Panik rückwärts rennnen.



Struppy

Die Giraffe bemerkt den Schock
der Raben, die still wie ein Bock
sich langsam um sich selber drehn
um aus des Adler's Aug zu gehn.

Befreit von dieser schwarzen Sippe
hat sie ein Lächeln auf der Lippe
und als sie dies im Spiegel sieht,
sie keine Miene mehr verzieht.

Egal sind ihr die Krähenfüsse
solang sie noch die zuckersüsse
Speise essen darf - selbst Brei -
ist ihr das Ausseh'n einerlei![/color][/b]

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winke-winke   
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« Antworten #2 am: 16. August 2010, 10:41:03 »

Wort-schatz

DER FROSCH


Ein Frosch saß auf des Teiches Blatt
und fraß sich an den Mücken satt,
die dort im Sommerwinde flogen,
hübsch dichtgedrängt und ausgewogen.

Er blähte auf des Halses Blase,
und sprach zur Kröte, seiner Base,
ein dreifach laut gedonnert: „Quaak!
Was für ein wunderschöner Tag.“

Ein Storch der grad im Tiefflug nahte
und diesen Frosch sogleich erspahte,
der unterbrach des Fliegens Zweck,
zu fangen  ihn vom Teiche weg.

Doch hatte er dabei vergessen,
daß er doch sehr darauf versessen
ein Kind mit seinen starken Schwingen
Koordinatorin Strupp`zu bringen.

Er öffnet seinen langen Schnabel,
ihn nutzend als Besteckes Gabel.
Doch als den Frosch am Bein er hält,
das Kind dabei ins Wasser fällt.

Den Frosch zu schlingen war von Nöten,
ohn´ daß das Kind ging dabei flöten
So hat, den Frosch im Halse klebend,
der Storch das Kind gegriffen – lebend.

Wenn Pflicht und Hunger sich liiert,
man leicht die Übersicht verliert,
und als zum vorbestimmten Orte
er flog, der Frosch im Storch rumorte.

Und später über Struppys Haus,
hing ihm der Frosch zum Halse raus.
Es fiel der Frosch, es fiel das Kind
Zur Erde runter ganz geschwind.

Auf das es künftig recht weich liege,
fiel dieses Kind gleich in die Wiege,
die dort in Struppys Garten stand.
Der Frosch im Gras sich wiederfand.

Der Storch der parkte gleich daneben,
sein Blick blieb auf dem Frosche kleben.
Der aber lachte nur und sagte,
was unsrem Storch auch nicht behagte:

„Willst künftig Du noch Kinder bringen,
darfst niemals Frösche Du verschlingen,
denn die bekommen nicht beim Fliegen,
die kannst Du so nicht runterkriegen.“

Und als der Frosch noch kräftig lachte,
da saß der Storch dabei und dachte:
„Jetzt muß ich um Entscheidung ringen,
ob Frösche fressen? Kinder bringen?

Soll ich spazieren im Salat,
als Rohköstler von früh bis spat?“
Er fraß den Frosch mit viel Genuß.
Mit Kinderbringen ist jetzt Schluß.

Und nun – auf Brechen und auf Biegen –
müssen die Kinder selber kriegen,
die Frauen! - Das ist die Moral.
Dem Storch zur Lust - dem Frosch zur Qual.




Struppy

 Endlich kommt heut dieser Tag
wo ich weiss waran es lag,
dass ein Kind aus heitrem Himmel
die Wiege ziert mit laut Gebimmel!

Kann mich erinnern an das Geschehen,
den Frosch, den hab ich nicht gesehen.
Doch der Storch mit leisem Grinsen
guckt mich an durch seine Linsen!

Tu ich nun 'nen Storch mal sehen
muss ich seither in mich gehen.
Der Gedanke kommt geschwind:
bringt er wieder solch ein Kind?

Dank Wort-Schatz weiss ich nun genau:
s'liegt nicht am Storch, doch an der Frau
zu sorgen für die Kinderschar -
Danke - nun ist's allen klar!
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winke-winke   
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« Antworten #3 am: 16. August 2010, 10:43:21 »

Esther


Eintagsfliegen

Schwer ist das Los der Eintagsfliegen,
als Ei liess man sie achtlos liegen,
Vollwaisen alle pränatal,
bestimmt als Fische-Mittagsmahl.

Wer überlebt das grosse Fressen
und ausgeschlüpft ist unterdessen,
erlebt 'ne lange Jugendzeit
und macht sich für DEN Tag bereit.

DER Tag - er kommt erst nach vier Jahren -
die niemals unbeschwert je waren,
denn tief im See fehlt jeder Spass,
es ist dort einfach viel zu nass!

Doch werden sie dann endlich flügge,
entkommen aus des Wassers Tücke,
stellen sie fest - ziemlich perplex,
sie denken immer nur an Sex!

Nicht die Erhabenheit zu fliegen,
sich leicht und froh im Wind zu wiegen,
sich in der Welt mal umzusehn
vielleicht auf Reisen auch zu gehn,

ach nein - ich sags mit grossem Kummer,
ihr Ziel ist bloss 'ne schnelle Nummer!
Und kaum erscheint das Abendrot,
sind alle Eintagsfliegen tot,

und landen in 'nem Fischemagen -
doch hört man niemals eine klagen,
denn nicht mal dafür - tut mir leid -
hat eine Eintagsfliege Zeit!


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« Antworten #4 am: 16. August 2010, 10:54:33 »

Wort-schatz

Für Struppy und alle anderen
Aufklärung 2. Teil


  Die Pille

Der Egon saß mit seiner Struppy
am Dorfteich  nahgenähert schon.
Umarmen tat er die Geliebte.
Sie hauchte „Oh!“ und „Ach! mal schon.

Er drängelte, doch sie erhörte
den Drängler nicht und sah ihn an.
„Ich würde gern, oh mein Geliebter,
ich bin Dir wirklich zugetan.

Allein die Folgen, die bekannten,
die sind dem Storche zugedacht.
Nie überlebt ich solche Schande.
Es schweig in mir, was du entfacht."

Geschickt greift Egon in die Tasche
der Hose, die schon weiter liegt
Entnimmt ihr eine Schachtel Pillen,
die er in seinen Händen wiegt.

„Geliebte, glaub mir,  diese Pille
hält jeden Storch weit weg von hier.
Nimmst du sie auch nur einmal täglich,
hat dieses Tier Null Chance bei dir.“

In dem nun folgenden Gerangel,
- sie ist dem Egon gern zu Willen -
da fällt die Schachtel in den Dorfteich
mit samt den kleinen roten Pillen.

Ein Frosch der vorher mit Int´resse
beachtete der Worte Laut,
glaubt an die Anti-Storchen-Wirkung
und hat das Zeug sogleich geklaut.

Er fraß sie auf hier auf der Stelle
und hielt sich nun für storchimmun
vertrauend auf der Menschen Worte
und sprang herum als Frosch-Shogun.

Zu spät sah er den Schnabelschatten,
der auf ihn zuschlug mit Vergnügen.
Sein letzter schmerzlicher Gedanke:
„Trau nie den Menschen, denn sie lügen.“

So stellt bei näherer Betrachtung
sich  der Gedanke selber ein:
„Nicht jedem braucht nun mal die Pille
perfekter Schutz vorm Storch zu sein.“




Esther

"Als Frosch hat man es echt nicht leicht!"
sagt sich der Frosch - und dann: "Es reicht!
Ab sofort fress ich Pfefferminz *-
man küsst mich und ich werd ein Prinz!"


*für kussfrischen Atem!



Struppy

Der Egon sprach zu mir soeben:
"Struppy, du bist so daneben,
hast den Wort-Schatz nicht entdeckt!"
Dieses hat mich sehr erschreckt!

Dank einem Hinweis anderswo
kam ich hierher und bin so froh,
denn Aufklärung ist doch so wichtig,
jetzt weiss ich endlich alles richtig!

Dafür sag ich lieben Dank
bisher dacht' ich nur bei krank
wirft man sich ne Pille rein,
nun weiss ich: das muss nicht so sein.

Da kommt mir eben in den Sinn
wo ich schon hier am Schreiben bin,
dass ähnliches ich schon erfahren
als ich vor vielen vielen Jahren

mit Egon an dem Bergsee sass
und die ganze Welt vergass.
Da hüpften Frösche kreuz und quer
vor unseren Füssen quakend her.

Ich sprach zu Egon: Gib bloss acht,
wo Frösche sind tief in der Nacht
da könnten doch auch Störche sein.
Das fuhr dem Egon mächtig ein!

Der Schreck war nur von kurzer Dauer
dann prüft er seine Tasch' genauer
entnimmt ihr dann in aller Eil
ein rundes rotes Gummi-Teil.

Als die Frösche dies erblickt
ham sie einander zugenickt,
dann sprang der eine pudel-munter
auf die Bank und wieder runter.

Das Gummi-Teil, das nun verschwunden
wurde später erst gefunden
als der Frosch, der arme Tropf
herumgehüpft - mit rotem Kopf!

Der Storch liess unsern Frosch in Ruh
der sprang und freut' sich immerzu.
Doch rutscht das Teil - in roter Farb
über den Kopf - Luft weg - er starb.

Und die Moral ist schnell erklärt:
zum Schutz vorm Storch hat sichs bewährt,
doch musst' den Gummi richtig nützen,
soll dieser vor dem Tod dich schützen!




Wortschatz

sagenhaft.
Du erhälst ab sofort den Titul


"experta prohibéra h.c. (honoris causa)"



Esther

Hab Dank, lieb Struppy, für diese Fabel!
Hab viel gelernt nun fürs Leben!
Zieh den Gummi dem Storch über'n Schnabel,
kanns niemals ein Unglück mehr geben!


 Grinsend

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« Antworten #5 am: 16. August 2010, 11:01:58 »

Wort-schatz

Stichwort Hut im tierischen......


Raubtierfütterung


Ich dachte gestern apropos,
setz deinen Hut auf, geh zum Zoo.
Und fand so kreuz und quer der Wege
zum Löwenraubtierfreigehege.

Dort sahen mich erwartungsvoll
die Löwen an in bösem Groll.
Sie brüllten laut und fürchterlich,
denn es war kurz vorm Mittagstisch.

Der Hunger schien sie arg zu quälen.
Doch nach, das möchte ich nicht verhehlen,
dem Füttern warn sie satt und schwiegen.
Ich sah sie faul im Sande liegen.

Doch ganz urplötzlich da begann
mein Hut und fing zu brüllen an.
Ich nahm ihn ab und sah erschüttert:
Mein Hut war gänzlich ungefüttert!




Struppy

   


Rehe

Im Wald lebten Herr und Frau Reh
die liebten sich wie eh und je.
Doch wie oft auch immer sie scharrten
der Nachwuchs liess noch auf sich warten.

Frau Reh sprach eines Tags zum Gemahl:
"Mein lieber Mann, sag doch einmal,
sollten wir nicht besser schon morgen
den Storch für ein Kindchen besorgen?"

Herr Reh ist begeistert von der Idee
und sagt dies auch zu Frauchen Reh.
Der Storch wird ganz lieb angefragt
und hat zur Freud' gleich zugesagt.

Wie uns allen von früher bekannt
weil von verschiedenen Seiten genannt
hat Storch sich in Verhütung geübt
was die Rehe jedoch sehr betrübt!

Mit diesem Gummi-Schnabel Gesteck
kommt er mit Kindern nicht vom Fleck.
Das musst' er auch den Rehen gestehen
die konnten die Welt nicht mehr verstehen.

Nachdem sie die Lage begriffen
hat Herr Reh seine Frau gekniffen
und ihr ganz leis ins Ohr gesagt:
"Wenn Storch nicht kann, wird selbst gewagt."

Frau Reh ist seit zwei Wochen trächtig,
ihr Ehemann, der freut sich mächtig
und ruft der Gattin zu: "Liebling horch,
wozu braucht's denn den Klapperstorch?"


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« Antworten #6 am: 16. August 2010, 11:06:49 »

Wortschatz

Das Pferd

Ein Pferd, das sprang einst sehr grazil
in einen Fluss. Es war der Nil.
Das Pferd fühlt sich ganz sonderbar,
so wunderbar umwandelbar.
Dann, unter riesigem Applaus,
kam dieses Pferd als Nilpferd raus.





Paka

Das Nilpferd

das Pferd im Nil wer wundert sich
ist groß und dick und badet sich.
Um eines soll man es nicht bitten
denn es ist wohl noch nicht eingeritten
Das Gras, das liebt es ohne Frage
doch dafür muss es raus auch ohne Trage




Struppy

Pinguine

Vier Tage haben wir  in Edinburgh gewohnt
und den öV benutzt, was sich dort lohnt.
Im Bus haben wir ein Plakat entdeckt,
der Zoo hätte prächtige Tiere versteckt.

Die Pinguinen-Herde  würde jeden Tag
um 14 Uhr raus – was auch kommen mag.
Dann würden sie den Park runter spazieren
Und durch die staunenden Leute flanieren.

Ein Bild war dabei, eine grosse Schar
wanderte herum, einfach wunderbar!
Überzeugt haben wir ein Billet uns ergattert
und um 2 Uhr gewartet ganz verdattert.

Mit uns wartete noch ein Riesenmenge
die meisten begaben sich an die Hänge
um besser zu sehen, sobald sie erscheinen
die putzigen Tierchen – ganz ohne Leinen.

Es hatte Mütter mit Kindern und deren Wagen,
auch Väter warteten – das muss ich hier sagen.
Wir standen am Wegrand vor dem Pingu-Haus
in der Hoffnung, die Tiere kommen bald raus.

Mit Pünktlichkeit, bemerkenswerter
kam um zwei Uhr der Pinguin-Wärter
und öffnete ihnen Tür und Tor,
schon steht der erste Kerl davor.

Er schaut uns an und dann zurück,
wir freuten uns an unserem Glück.
Der zweite kommt auch unter’s Tor
so wie der erste kurz zuvor.

Sie schaun sich an ganz unentschlossen
bevor sie kurzerhand beschlossen
den Spaziergang heute doch zu streichen
und ins Gehege zurück zu schleichen.

Der Wärter sagt ins Mikrophon
in total bedauerlichem Ton:
„Die Pingus möchten nicht raus, beim Eid
und wir respektieren ihren Entscheid.“

Durch die Menge ging ein grosses Raunen
die Kinder konnten nur noch staunen:
„was ist bloss mit den Tierchen los?“
Die Enttäuschung, die war gross!





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« Antworten #7 am: 16. August 2010, 11:10:53 »

Struppy

Gestern Abend habe ich folgendes vor unserem Haus belauscht:

Ein Mäuslein sitzt auf der Terrasse
in der Hand die Kaffee-Tasse,
die andere hält 'ne Scheibe Speck,
das Mäuschen ist nicht scheu, doch keck.

Daneben sitzt die grosse Ratte,
die stets Respekt vor Mäusen hatte.
Weshalb das weiss sie selber nicht,
wenn jemand sie darauf anspricht.

Das Mäuslein, voller Selbstvertrauen,
wie das so ist bei Mäuse-Frauen,
sagt: "Ratte, hör, du kluges Tier,
ein bisschen öde ist's schon hier!

Wie wäre es mit einer Wette,
statt hier zu sitzen wie die Klette?
Mir schwebt was vor in meinem Sinn
es wär für beide ein Gewinn.

Es gäb ein Hobby zu entdecken,
wir könnten alle Leut' erschrecken.
Punkte gibt's für zweierlei:
für die Anzahl und s'Geschrei!"

Die Ratte sagt mit ernstem G'sicht:
"bei mir da funktioniert das nicht.
Ich bin doch so ein niedlich Tier,
niemand fürchtet sich vor mir!"

Jetzt kann sich Mäuschen nicht mehr halten,
lacht laut mit dem Gesicht voll Falten:
"Aufklärung musst du mir gestatten:
ALLE haben Angst vor Ratten!"

Als die Ratte dieses hört,
sagt sie kleinlaut und verstört:
"Dann lass uns diese Wette starten
und nicht noch lange damit warten."

Mit Spass und völlig unerschrocken
machen sie sich auf die Socken.
Sie sind kaum weg - erst zwanzig Meter
da hört man schon ein laut Gezeter.

Im Hausgang trifft Frau Meier Maus
und schreit - es schallt im ganzen Haus.
Herr Meier, der gestrichen hatte,
trifft im Keller unsere Ratte.

Auch ihn, das kann ich hiermit schwören,
konnte niemand überhören.
So geht es weiter Stund um Stunde
Maus und Ratte drehn die Runde.

Als sie müde und erschlagen,
zudem mit hungerigem Magen
sich trafen auf der Dach-Terrasse,
auf dass man jetzt zusammenfasse.

Wer hat die Wette nun gewonnen?
und wie schnell die Zeit verronnen!
Sie hatten Riesenspass dabei -
das Resultat ist einerlei.

Die Wette ist somit vergessen,
doch geh'n sie jetzt zusammen essen,
die Ratt' den Arm ums Mäuslein schlang,
sie bleiben Freunde lebenslang!






Betty

Struppy kommt hier ganz groß raus
weil ihr die Ratte ist kein Graus
im Gegenteil, sie findet sie süß
nur im Haus sie sie nicht begrüß' 

das wiederum findet die Ratte nicht gut
im Gegenteil, die kriegt ne Wut
ein Ultimatum stellt sie Struppy:
so, du drollige kleine Puppi

willst du meine Freundin sein
so lade in dein Haus mich ein
lass mich von deinem Teller essen
ich denke, das ist nicht vermessen

auch will in deinem Bett ich schlafen
wie in einem sicheren Hafen
kurzum, ich fordere den Beweis
deiner Freundschaft - sonst redest du Sch...



Struppy

Die Struppy entgegnet der Ratte:
"Dein Weg, der geht nur bis zur Matte,
du kannst als Freund dich betrachten,
doch musst auf die Regeln du achten!

Das Haus ist für dich ein Tabu,
das lässt du am besten in Ruh!
Draussen lebst du überall,
zum Schlafen bekommst du den Stall.

Das Essen das sollst du dir jagen
dies bekommt am besten dem Magen.
Such dir einen Freund dann zum Spielen
unter den Ratten, den vielen.

Dies alles befolgst' ohne Wut
dann geht es uns beiden ganz gut.
Wir leben wie Nachbarn, respektieren uns sehr.
Du liebe Ratte: Was willst du noch mehr?"




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« Antworten #8 am: 16. August 2010, 11:31:58 »

Struppy

Jack

Was brummt und brüllt im Wald umher?
Es ist der Jack, ein brauner Bär.
Sein Magen knurrt, er ist verstimmt
weshalb er sich so schlecht benimmt.

Sein Weibchen hat ihn heut verlassen
er kann es überhaupt nicht fassen,
mit Jacky, seinem kleinen Zwerge
floh sie über alle Berge.

Er fragt sich voller Ungeduld:
trag ich denn allein die Schuld?
Na ja, ich tat etwas verstört
was meine Bärin echt empört.

Ich habe sie nie gut behandelt
und nun ist sie davon gewandelt.
Lieb zu sein fiel mir oft schwer
ich war ein böser Papa-Bär!

Das soll sich ändern ganz geschwind
ich möcht‘ zurück nun Frau und Kind
werd ruhig sein, hab’s vorgenommen
und hoffe, dass sie wieder kommen.

Er ruft den Adler zu sich her
und sagt zu ihm: Es ist nicht schwer
für dich mit deinem guten Blick
und all dem anderen Geschick.

Flieg über Felder und den Wald
und finde für mich möglichst bald
die Frau und auch den kleinen Bär
und sag dass ich ein andrer wär.

Es hätte mir das Herz zerrissen
so sehr würd ich die zwei vermissen.
sie sollen bitte zu mir kommen
ich hätte mir viel vorgenommen.

Nur gut zu sein zu den zwei beiden
sie müssten nie mehr Ärger leiden!
Der Adler hat sich das gemerkt
und für den Flug noch rasch gestärkt.

Schon bald hat er die zwei entdeckt
sie halten sich im Wald versteckt.
Er fliegt zu ihnen und erzählt
wie sehr sie Jack dem Bär gefehlt.

Die Mama Bär ist skeptisch noch
aber sie entscheidet doch
noch eine Chance ihm zu geben
sie führten doch ein gutes Leben.

Sie kennt den Jack nun schon so lange
und niemals war ihr Angst und Bange
bis vor kurzem er sich wendet
und als Brummbär schliesslich endet.

Wenn er so wird wie vor der Zeit
dann geb ich ihm Gelegenheit
und komm mit Jacky nun zurück
zu suchen unser aller Glück!

Papa Bär ist mächtig stolz
als die beiden aus dem Holz
auf ihn zukommen um zu sagen
dass sie es nochmals mit ihm wagen.

Er schliesst die beiden in den Arm
und sagt mit seinem ganzen Charme
wie er sich freue sie zu sehen
und dass nun alles gut würd‘ gehen!






Pispezi

Jack, der Bär nun traurig schlich
durch den Wald und grämte sich.
Als er zu 'ner Lichtung kam
schien ihm etwas wundersam:
Da tat eine Menschin sitzen,
Jack sah ihre Augen blitzen.

Voller Spott sie Jack ansah,
das obwohl er ihr schon nah.
Jack, der schon verärgert war,
nervte das nun ganz und gar.
Betty hieß das freche Gör,
Lachen drang in Jacks Gehör.

Als er schließlich merken musste,
dass das Mädel von ihm wusste
und an seinem Elend schuldig -
ward Jack richtig ungeduldig.
Tat sich gleich die Freche schnappen,
und verspeist' den leckern Happen.

 Grinsend




Vera

Die Betty da im Bauch vom Bär
Liess los ein riesengross Geplärr
Um Verzeihung sie den Pelzigen bat
Doch es war schon viel zu spat

Sie strampelte, wimmerte und klönte
Dass die Waldesfauna herbeiströmte
Und sich fragte: darf das sein
Zu lassen die Arme in dieser Pein?

Man gründete ein Komitee zu dieser Frage
Und kam zum Schluss dass diese Plage
Gelöst sein musste auf die Schnelle
Und dem Petz rückten auf die Pelle

Dieser geriet in Angst und Schrecken
Und wollte sich hinter einem Gebüsch verstecken
Doch Argusaugen entdeckten ihn im Nu
Was blieb ihm noch? Er tat die Augen zu

Ergab sich der wilden Horde
Die schon auf dem Gewissen einige Morde
Nun ging es zu finden eine Lösung schnell
Einer ergriff schon das rostige Skalpell

Doch sieh da, das Wunder geschah
Weil einer der Gruppe etwas sah
Das allen bis jetzt entgangen war
Und den Ausweg zeigte ganz klar

Beim Bär, einzig in der Geschichte bis heute
Ich sag Euch, das glaubt ihr kaum Leute
Am Bauch, der sonst zu öffenen ist mit Schnitt,
Glänzte ein Reissverschluss bis zum Schritt

Den zu öffnen war nicht ganz leicht weil er klemmte
Und den Fortgang der Rettung leicht hemmte
Doch liess er sich öffnen mit vereinter Kraft
Raus stieg, etwas paff im fettigen Saft

Die böse Betty, die sicherlich in Bälde und mit Freuden
Ihr dichterisches Talent wird vergeuden
Indem sie Happyends wird killen
Und Pi vor Schreck muss greifen zu starken Pillen




Pispezi

Der Jack der hat es wirklich gut,
weil er sich gar nicht schwere tut,
wenn sein Magen allzu voll.
Dass er nicht vom Hügel roll',
wegen seinem vollen Ranzen,
macht er "zipp!" - schon kann er tanzen!

Dann schleicht er hungrig durchs Gebüsch,
zu finden eine Beute frisch.
Doch was er findet leider bloß,
ist hinterm Imbiss so ein Kloß.
Der schmeckt ihm eklig, und er frisst
nun den Verkäufer - "welch ein Mist".

Doch der Verkäufer, dieser Lump,
lebte immer schon auf Pump.
Drum wollt' er Bärenfleisch verkaufen,
tat für die Jagd zum Walde laufen.
Da schoss er auf das Jacky-Kind,
zum Glück war er ein wenig blind.

Der Jack jedoch, wie oft im Wald,
hörte von der Sache bald.
Das war für ihn ein starker Grund
sich an dem Kerl zu fressen rund.
So lassen wir den "Zipp" nun zu,
dass Jack verdau'n kann, ganz in Ruh'.

[/b]



Betty

Ich hatte wirklich großes Glück
der Bär fraß mich im ganzen, am Stück
als ich aus dem engen Gefängnis gerettet
und nicht mehr innen an Jack gekettet

musste ich mich nur ein bisschen schütteln
die Gliedmaßen zurecht dann rütteln
und da ich zur Versöhnung bereit
sagte ich ihm auch, dass es mich reut

sein Happy End kaputt zu machen
so was ist schließlich nicht zum Lachen
doch dürfe er sich die Hände reiben
ich würde alles nochmal umschreiben

das ist ja das Gute am Phantasieren
man muss sich niemals nicht genieren 
kann alles wieder ändern und schon
ändert sich auch die Situation

so kam es, dass zu des Bären Glück
Frau Bär kam nach kurzer Zeit zurück
sie meinte, du hast mich zwar betrogen
doch ist es wahr und ungelogen

auch ich tat mal einen Seitensprung
mit Tom - ach - die Erinnerung ...
wir sind also quitt, denn Auge um Auge
Zahn um Zahn - dieser Spruch gut tauge

als Jack das hörte, war's ihm nicht schnurz
doch ärgerte er sich nur ganz kurz
denn im Grunde war er erleichtert
als Frau Bär ihm dies gebeichte(r)t

so lebten sie, man lese und staune
glücklich in allerbester Laune
und weil die Versöhnung so gründlich geschah
Mama Bär noch drei Bärchen gebar

das soll das Happy End nun sein



Struppy

Wow Betty, ist das nicht ein bisschen zuviel des "Happy Ends" für dich? Tu dir bloss keinen Zwang an - du scheinst ja noch mehr zu wissen über die Bären-Familie!
Weiter gehts erst mal:

Nachdem sich Jack von Betty befreit
erklärte er sich nun bereit
zu helfen seiner holden Frau
denn er weiss jetzt ganz genau
was er an seiner Dame hat
und weshalb sie am Abend matt.

Ausser Jacky noch drei Bären
wenn nur alle artig wären!
Es gilt nun diese zu erziehen,
vor der Verantwortung nicht fliehen,
ihnen Anstand beizubringen
und ab und zu zusammen singen.

Es gibt zu tun an allen Enden
er kann das Blatt nun nicht mehr wenden.
Muss Frauen links drum liegen lassen
und im Haushalt mit anfassen.
Er stellt sich dem ganz ohne Fragen
nur der Verkäufer drückt im Magen.

Dieser ist noch nicht verdaut
doch das Drücken wird vertraut
tat wochenlang ihn nun belasten
deshalb entschloss er sich zu fasten.
Er isst (samt Frau) aus diesem Grund
(und auch den Kindern) nun gesund!

Und wiederum gilt's auszusagen
dass die Bären ohne Klagen
zusammen eine Familie sind
mit Jack, der Frau und jedem Kind
die lustig jagen ihre Beute
sind sie nicht tot, tun sie's noch heute!





Struppy

Jack ist glücklich und auch froh
die Praktikantin liebt ihn so!
Er sieht nicht wie Familie leidet
weil er den Kontakt vermeidet.

Er führt aus die Gill zum guten Essen
und alle Vorsätze sind vergessen.
Geht mit ihr Baden und auch Schwimmen
und ab und zu ein paar Berge erklimmen.

Spaziert mit ihr auch durch den Wald
und beim Flanieren merkt er bald:
es ist nicht alles Gold was glänzt
auch wenn er immer gern geschwänzt!

Langweilig wird ihm dieses Tun
Gill ist ein verrücktes Huhn.
Manieren tun ihr vollends fehlen
muss sie ihn denn auch so quälen?

Ihm fehlt das so vertraute Leben
für dieses würd' er alles geben.
Soll er wohl Gill links liegenlassen?
Das würde ihr wohl gar nicht passen.

Er sehnt sich nach den lieben Kleinen
und sieht sie, wie sie heimlich weinen
in ihre strohgefüllten Kissen
weil sie ihren Paps vermissen.

Nun will er dem ein Ende machen
und packt zusammen seine Sachen,
um zur Familie zurück zu kehren
er möchte alle nicht entbehren.

Von weitem sieht er ganz genau:
sie stehen alle vor dem Bau.
Da wird es ihm im Herzen warm
und er schliesst alle in den Arm!


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winke-winke   
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« Antworten #9 am: 16. August 2010, 11:36:42 »

Pispezi

Der Wurm

Ach lassen wir das Happy End,
wie sich das auch immer nennt.

Also suche ich nach Tieren,
die nicht gleich zu Tränen rühren.

Über diese möcht ich schreiben
und dabei schön locker bleiben.

So denk ich an den Regenwurm,
ewig trotzend jedem Sturm.

Gräbt sich durch den Boden blind,
weiß nicht dass da Vögel sind.

Diese hübschen, flinken Wesen
woll'n durch seinen Tod genesen.

Doch der Wurm ist trotzdem froh:
Unwissen erleichtert so!

Wenn ich keine Ahnung hab,
stört mich nicht das nahe Grab.

Also möcht ich nicht verhehlen:
Könnt' ich's, würde WURM ich wählen.




Betty

So ein Wurm, der lebt nicht schlecht
tritt man ihn, ist's ihm auch Recht

er teilt sich einfach auf in zwei
hat Gesellschaft gleich dabei

doch Pi als Wurm ich gar nicht seh
wie tippt er dann in den PeCe?

hüpft von Taste zu Taste er
senkrecht, weil er ja nicht schwer?

wie soll das gehen, Pi, sag an
hast du dafür einen Plan?

oder schleimst du als Wurm nur so rum
blind, doch froh, singst dideldum?



Pispezi

Ja, so'n Wurm lebt richtig schlicht,
kümmert sich ums Forum nicht.

Mümmelt seine Erde rein,
Mikroben drin, die schmecken fein.

Ab und zu nur wird ihm seltsam,
weil ein Wurmweib grad herbeikam.

Fühlt sich dann so hingezogen,
ihre "Stellen" ihn ansogen.

War die Sache dann vollbracht,
hat er sich davongemacht.

Danach heißt es wieder mümmeln,
in der Erde sich rumlümmeln.

Folglich ist kaum anzunehmen,
dass in diesen Boden-Lehmen

irgendwo ein PeCe steht,
der Wurmi nicht am A... vorbeigeht.




Pispezi

Ich tät auch gerne Faultier sein,
so rumzuhängen ist doch fein.

Man mümmelt schläfrig seine Blätter,
kümmert sich nicht um das Wetter,

von andern Sorgen ganz zu schweigen,
zu denen wir als Menschen neigen.


  Zwinkernd

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winke-winke   
Zwirbel
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« Antworten #10 am: 16. August 2010, 11:39:15 »

Struppy

Hier eine Geschichte aus fernem Land,
ich habe sie aus erster Hand
von einer hübschen kleinen Maus
die wollte mal weit weg vom Haus.

Sie reist nach Afrika per Schiff
gibt ihrem Englisch den letzten Schliff,
damit sie auch verstanden werde
auf diesem Kontinent der Erde!

Dort angekommen geht sie an Land
und schaut sich um was sie dort fand.
Als erstes sieht sie ein Krokodil -
fragt dieses nach dem Weg zum Nil.

Da spricht das grüne Tier, das lange:
"liebe Maus, sei dir nicht bange,
da geh ich hin, kannst mich begleiten
und auf meinem Rücken reiten."

Die Maus sitzt nieder, hoch erfreut
weil sie sich vor dem Tier nicht scheut.
Das Krokodil fängt an zu Schlurfen
und dreht gemütlich ein paar Kurven.

Schon sind sie da am grossen Fluss,
die Maus bedankt sich mit nem Kuss
und macht allein sich auf die Finken,
das Krokodil tut ihr noch winken.

Flussaufwärts rennt von dort das Mäuschen
und trifft nen Vogel namens Kläuschen.
Den fragt sie: "Kannst du mich verstehen,
ich möcht gern Elefanten sehen?"

Kläuschen spricht: "Ach, liebe Maus,
da ziehe ich die Stirne kraus.
Willst du Elefanten sehen
musst du mehr nach Süden gehen."

Die Maus sagt Dank mit einem müden
Lächeln und zieht gegen Süden.
Nach langem Rennen tagelang
wird ihr langsam angst und bang.

Doch sieht sie endlich die Reviere
wo sich tummeln wilde Tiere.
Als erstes trifft sie einen Strauss
und dieser ruft ihr zu: "Hi Maus!"

Sie grüsst zurück und geht gleich weiter,
denn ihre Stimmung wird nun heiter.
Sie fängt vergnüglich an zu pfeifen
als sie ein Zebra sieht - mit Streifen.

Auch ein Flusspferd, voll in Form
hebt ihre Laune ganz enorm!
Doch endlich sieht sie den bekannten
Rüssel eines Elefanten.

Voll Freude rennt sie zu ihm hin,
der Elefant, der will schon flieh'n.
Da ruft die Maus: "Ach bleib doch hier
du liebes Elefanten-Tier.

Von weit her komm ich übers Meer
dich zu treffen freut mich sehr!
Möchtest du mein Freund jetzt werden?
Das wär für mich das Glück auf Erden!"

Dem Elefant sitzt in den Knochen
der Schock - er spürt die Adern kochen,
er sieht, die Maus will Freundschaft schenken
doch muss die Sach er überdenken.

Er sagt: "Was wird, steht in den Sternen,
doch lass uns erst mal kennen lernen.
Komm heut zum Essen unserer Herde,
dann sehen wir was daraus werde."

Da freut sich aber unsere Maus
und putzt sich lang und kräftig raus.
Die Herde heisst sie dann willkommen,
sie wird in manchen Rüssel genommen.

Sie passen auf, dass keine Last
trifft auf den kleinen Ehrengast.
Elefanten tat sie immer lieben
und schwebt nun gar auf Wolke Sieben,

als sie vernimmt - zu guter letzt:
"unsere Freundschaft gilt ab jetzt!
Du hast den Herden-Test bestanden
weil alle dich so freundlich fanden!"

Die Maus bleibt dort, und zwar für immer
Wo genau - hab keinen Schimmer!
Die Nachricht habe ich von Kläuschen
der besucht konstant das Mäuschen.








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winke-winke   
Zwirbel
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« Antworten #11 am: 16. August 2010, 11:43:05 »

Struppy

Für Zwirbel

Es hat sich im Zoo vor ein paar Tagen
folgende Geschichte zugetragen:
Die Seelöwen-Mama hat ein Kind geboren
mit hübschen Augen, Mund und Ohren!

Die Mutter fragt sich, wie ich ihn nenn?
doch bald ist klar, der Kerl heisst Ben.
Er liegt bei Mama, wo er meistens trinkt
bis wieder in den Schlaf er sinkt.

Nach ein paar Tagen, es ist ein Hit
wird Ben, das kleine Kerlchen fit!
Er beginnt ganz sacht umherzuschweifen
um die Welt um ihn zu begreifen.

Papa ruft ganz laut nach Ben
"Komm her du kleines Baby, renn!
Das Wasser ladet zum Bade ein
sei kein Frosch und spring herein!"

Doch Ben ist gar nicht überzeugt,
als er sich über's Wasser beugt.
"Das ist ja kalt und auch noch nass,
weisst du Paps, wie ich das hass?"

Doch wie schnell die Angst verfliegt
und seine Neugier hat gesiegt:
der Kleine streckt den Flossen rein
und kreischt ganz laut, doch nur zum Schein!

Er freut sich schon im Nass zu schwimmen
mit Paps zusammen muss das stimmen!
Noch einmal links und rechts geschaut,
dann fallen lassen mit Plumps ganz laut!

"Hui, wie lieb ich dieses Leben,
doch Moment - was war das eben?
die Mama kommt und schimpft mit Paps
und gibt ihm sogar einen Klaps!

Ich sei zu jung, meint sie bestimmt
was sie jetzt wohl noch unternimmt?
Sie packt mich und zerrt mich an Land
was weder Paps noch ich verstand!"

Zum Glück jedoch am nächsten Tag
fragt Mama Ben, ob er jetzt mag?
Sie gäbe ihm Schwimm-Unterricht,
denn die Glucke könn' grad nicht.

Klein-Ben ist glücklich, alles stimmt
wie er nun mit den Eltern schwimmt!
Nur eines stört das kleine Tier -
die Zwirbel war lang nicht mehr hier!

Doch Mama tröstet: "sei nicht bang,
die Zwirbel kommt, s'geht nicht mehr lang.
Eins ist sicher, das sag ich dir:
sie steht doch all paar Wochen hier!"




Zwirbel

 Liebe Struppy, bei Deinem Gedicht
klappt mir der Kiefer im Gesicht!
Das ist so wunderbar geschrieben,
kann mich gleich neu in Ben verlieben!


Vielen herzlichen Dank dafür,
ein grosses Kränzchen winde ich Dir!
Und als Dank habe ich mir ausgedacht
wär'n ein paar Bilder von Ben angebracht.







Struppy

Danke Zwirbel, für die Bilder -
der kleine Ben ist doch ein Wilder,
wie er das Leben nun entdeckt,
was seine Mutter klar erschreckt.

Er hätt sich scheinbar heute Nacht
ganz heimlich aus dem Staub gemacht
auf dass er Tiere kennen lerne
die er nur hörte aus der Ferne.

Erst geht er zu den Elefanten,
dort trifft er zwei der grossen Tanten.
Als er die Riesen hat erblickt
muss er gesteh'n dass er erschrickt!

"Was seid ihr doch für grosse Tiere
und dieses Ding ohne Scharniere,
das vom Gesicht herunterhängt,
was ihr denn bloss mit dem anfängt?"

"Das Ding heisst Rüssel, kleiner Sohn,
wir brauchen das, leben davon.
Wie ihr die Nase zum Atmen braucht
und auch manchmal damit faucht!

Auch können wir bei grossen Hitzen
Wasser über den Rücken spritzen.
Und weiter tun wir damit essen
Alle Tiere sind anders, bitte nie vergessen!"

Ben bedankt und verabschiedet sich,
ein mulmiges Gefühl ihn nun beschlich.
Soll er nicht lieber wieder heim
und morgen weiter ganz geheim?

Er ist so müde, könnt nur noch pennen,
das muss er heimlich sich bekennen.
Er schlecht sich rein und ist entzückt
sein heimlicher Weggang ist geglückt!


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winke-winke   
Zwirbel
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« Antworten #12 am: 16. August 2010, 11:55:31 »

Esther

Der Tintenfisch

Ein Tintenfisch sitzt in der Tiefe
und schreibt achtarmig Liebesbriefe.
Acht Stück an acht verschiedne Frauen,
doch sage ich euch im Vertrauen,
dass er nicht eine liebt von ihnen,
er macht das bloss zum Geldverdienen.

Er schreibt im Namen von nicht dummen,
doch allgemein halt eher stummen
und darum nicht sehr eloquenten,
schwer verliebten Fischklienten.

Er schreibt der Braut vom Hammerhai,
dass sie für ihn der Hammer sei.

Fürs Clownfisch-Herzblatt: Bitte wohne
mit mir in meiner Anemone!

Der Schwertfisch-Freundin schwört er schnell,
er zög für sie gern ins Duell.

Fürs Seepferd dichtet er: Schon längst
träum ich davon, ich wär dein Hengst!

Dem Zitteraal hat er notiert:
Ich bin von dir elektrisiert!

Und der Sardine schreibt er warm:
Du bist und bleibst mein grösster Schwarm!

Beim Kofferfisch wird er exakt:
Ich komm zu dir, hab mich gepackt!

Fürs Blauwal-Liebchen textet er,
dass sie für ihn die Grösste wär.

Ein Tintenfisch sitzt in der Tiefe
und schreibt - für andre - Liebesbriefe.
Erzählt ist schnell der ganze Rest:
Die Tinte ist nicht wasserfest.




Pispezi


Heut schreibt er für den Mann der Qualle,
dass dessen Frau ihm sehr gefalle.

Auch formuliert er für den Hering
die Bitte um den Ehering.

Grad gestern war da noch der Wels:
Seine Liebe sei ein Fels.

Und morgen kommt bestimmt der Aal,
zu buhlen um die Frau der Wahl.

Damit der Schreiber auch nicht pfusche,
spendiere ich ihm Ausziehtusche.
Die ist ganz herrlich wasserfest,
was all die Briefe lesbar lässt.

PS: Zur Erläuterung:




Wort-Schatz


Schreibt dem Antennenfisch recht lang:
„Ich steh´ für Dich stets auf Empfang!“

Verspricht dem Schuppensalm allhier:
„Ich bin dein Kopfhaarelixier.“

Und schreibt dem Diamantenfisch
Oh mein Juwel, ich liebe Dich.

Der Diskusfischin sagt er grade
„Ich schmeiß für Dich die Olympiade!““

Verspricht der Fleckenfischin fein
„Ich möcht´ Dein Fleckenwasser sein!

Dem Goldfisch dichtet er ganz leise,
dass weiterhin die Preise steigen.

Der Hechtin wird ums Herz ganz weich,
„Wär ich doch nur Dein Karpfenteich!“

Dem Hexenwels würd sie erklären,
er  solle sich zum Teufel scheren!




Pispezi

Beim Kaiserfisch fällt ihm gleich ein:
"Ich möchte Deine Krone sein!"

Zur Drückerfischin bettelt er:
"Wenn ich bei Dir am Drücker wär!"

Die Seegurke umgarnt er fein:
"Lass mich Dir Dill und Sahne sein!"

Dem Feuerfisch fasst er zusammen:
"Lichterloh steh ich in Flammen."

Am Abend kommt Frau Tintenfisch
und füllt das Tintenfass ihm frisch.





Dem Silberfischchen schrieb er hin:
"...dass ich Dein Geschmeide bin."

Die Flunder wollte von ihm glatt:
"Schreibe bitte nicht so platt!"

Nachher kam da noch der Rochen:
"Keine hat je so gut gerochen."

Der fliegend' Fisch schlug seiner vor:
"Lass uns fliegen Miles and more!"





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winke-winke   
Zwirbel
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« Antworten #13 am: 16. August 2010, 11:58:50 »

Sooooo, das hat sich doch gelohnt, diese hochstehende poetische Literatur zu zügeln, - meint Ihr nicht auch? 
Und jetzt freue ich mich auf viele, viele neue Kunstwerke
in unserem neuen Förmchen!
Mit lieben Grüssen
Zwirbel
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« Antworten #14 am: 18. Dezember 2010, 00:21:39 »

Danke Zwirbel, für's Zügeln dieser Tiergeschichten! Ich schreib da wieder mal was rein, was schon lange notwenig wäre: 

Jeder kennt die kleinen Tiere:
sie strecken von sich alle Viere
und ruhen auf den Menschen aus,
nein, nein, ich red nicht von der Laus!

Sie kommen durch die Luft geschossen
als hätten Drogen sie genossen
und landen ohne grosses Au
an einem neuen Körperbau.

Dann gibt es welche, die geschwommen
durch einen Wortschwall angekommen
und schwupps, schon haften sie sich fest
und geben deiner Ruh den Rest.

Sie setzen sich ganz ohne Grund
auf Auge, Nase, Ohr und Mund.
Du fühlst dich überhaupt nicht munter
rutschen sie den Hals dir runter.

Jetzt geht es los, du fühlst dich heiss
und dein Gesicht wird langsam weiss.
Im Kopf beginnt es nun zu krachen
und geschwollen wird der Rachen.

Aus dem Räuspern wird ein Husten
du fängst nun grundlos an zu pusten.
Es kitzelt in der Nase dich
und du rümpfst sie jämmerlich!

Ein Nieser macht sich auf die Reise
und du erfährst auf diese Weise:
jetzt legst dich ein paar Tage nieder
dann hat dich diese Menschheit wieder.

Doch erst hältst du dich wohlig warm
mit Fiebermesser unterm Arm
und Essigsocken an den Füssen
tut das Fieber hoch dich grüssen.

Was jedermann nun klar geworden
und trotzdem sag ich es mit Worten:
Ich sprech von ganz gemeinen Tieren
und diese Biester heissen Viren.


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