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Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Café Kunterbunt  |  Thema: Tauben und Täubchen « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Tauben und Täubchen  (Gelesen 10777 mal)
Paloma
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« am: 06. Juli 2014, 13:49:53 »

So ging es am Abend des 22. Junis los.
Ich kenne die beiden Tauben seit etwa 3,5 Jahren, vorher haben sie zweimal auf anderen Balkonen der Wohnanlage gebrütet, und da sie mit 6 (Männchen) und 7 (Weibchen) Monaten geschlechtsreif werden, müssen die beiden mindesten 4 1/4 Jahre alt sein. Mit 5 Jahren kommen Taubenfrauen in die Wechseljahre. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen. Tauben leben in lebenslanger Einehe, aber "das Treusein fällt leichter, wenn man abwechselnd küsst" Auch diese beiden haben einander die Hörner aufgesetzt, als sie jünger waren.
Dass sie nun in die Jahre kommen, sieht man auch, weil Herrn Taube ein schreckliches Unglück passiert ist beim letzten Geschlechtsverkehr. Aber sie akzeptiert ihn noch.

Weil sie seit zwei Jahren anderswo brüten und weil ich gedacht habe, dass sie gar nicht mehr brüten werden, habe ich sie gewähren lassen.
Nun können wir zusammen zugucken.


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« Antworten #1 am: 06. Juli 2014, 14:02:43 »

Die Aufnahme oben habe ich gemacht, weil ER SIE bekeckert hatte. Beim Geschlechtsverkehr auf dem Tisch haben sie sich seit Jahren immer wieder erwischen lassen. Ich habe mir deshalb nichts dabei gedacht.

Aber dann ein paar Tage später:




ausgezupftes Brustgefieder! Das tut Frau Taube, wenn sie brüten will.
Die Isolierschicht muss dünner werden, damit sie die Eier warm halten kann. 
Es musste nicht bei mir sein, es war ja nicht das erstemal.
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« Antworten #2 am: 06. Juli 2014, 14:24:02 »

In den nächsten Tagen hatte ich ständig auf dem Balkon zu tun. Aber ich sah keine Taube. Das kam mir komisch vor, denn sie kommen eigentlich täglich für ein paar Minuten vorbei. Also habe ich gesucht.



keine Taube nicht. Nirgends.
So?

Da ist sie! es ist die Mutter, kenntlich am weißen Fleck am Kopf.


Geh mal weg! Ich will wissen, ob du schon gelegt hast!


Der Fleck am Ei ist bloß Schmutz, kein Krallentritt.
Wie man sieht, ist Frau Taube keineswegs scheu.

Die leeren Blumenschalen am Balkonrand sollen verhindern, dass die Tauben den Balkonrand als Rennstrecke nutzen. Sie koten alle 20 Minuten, und das schätzen Nachbarn gar nicht.  Solange sie keinen flotten Otto kriegen, kann man den Taubendreck mühelos abfegen oder aufsaugen.
In diese Schalen fällt kein Sonnenstrahl, darum sind sie nicht bepflanzt.

Das Nest, wenn man es denn als solches bezeichnet kann, wird in den nächsten Tagen erst gebaut. Herr Taube trägt das Nistmaterial herbei, Frau Taube legt es zurecht.

In den nächsten 14 Tagen wird es allenfalls Bilder vom Fortschritt des Nestbaues geben.

Ich vermute, in der Zeit zwischen dem 18. und dem 22. Juli werden die Kleinen schlüpfen - wann die Eier genau gelegt worden sind, weiß ich nicht.

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« Antworten #3 am: 06. Juli 2014, 14:43:32 »

Am Abend hatte Herr Taube eine ordentliche Unterlage gebracht



Frau Taube hat sie inzwischen eingebaut, sich draufgesetzt und nun zupft sie weiter Brustgefieder aus.

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« Antworten #4 am: 11. Juli 2014, 10:47:34 »

Dann hat es tagelang geregnet. Nach 48 Stunden ist Frau Taube durchnass, harrt aber aus. Der Platz zwischen den Blumen taugt wohl doch nichts.



Gestern konnte Herr Taube wieder trocken auf den Eiern sitzen.
Man beachte, dass noch fast keine Exkremente am Nest liegen. Wenn sie brüten, können sie den Darm kontrollieren und scheiden nach der Ablösung eine 5 bis 8 cm lange (stark stinkende ) schwarze Wurst aus, außerhalb vom Nest, und diese erfahrenen Tauben sogar außerhalb des Balkons.



man beachte, dass inzwischen schon eine Andeutung von Nest vorhanden ist.
« Letzte Änderung: 11. Juli 2014, 20:41:09 von Paloma » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 18. Juli 2014, 10:46:10 »

nun naht der Schlüpftermin. Ich habe mal nachgesehen:
das eine Ei ist mausetot, aufgerissen, leer.
das andere Ei sieht aus, als wäre es ertrunken in den Wolkenbrüchen vor einer Woche.
Ich vermute, hier werden keine Täubchen schlüpfen,
aber die Eltern sehen das anders und sitzen brav auf ihren (vermeintlichen?) Eierkindern.
Keine Fotos. So lange wollte ich nicht stören.
Fortsetzung folgt.
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« Antworten #6 am: 18. Juli 2014, 20:22:46 »

Da ist heute ein Drama passiert, aber ich habe es nicht gesehen.

Am frühen Abend begurrte der Taubenpapa eine junge Taube, die zum Trinken gekommen war. Heftig.

Um neun stelle ich fest, dass die junge Taube auf dem Balkon"Rasen" sitzt. Sie erschrickt, fliegt weg, und da liegt das Ei, es ist rausgerollt worden. Mindestens 25 cm vom Nest entfernt.
Das zerstörte Ei ist nicht zu sehen.



Ich geh ins Haus zurück, zwei Minuten später sitzt der Taubenvater auf dem Ei.



Fortsetzung wird folgen
« Letzte Änderung: 18. Juli 2014, 20:25:41 von Paloma » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 18. Juli 2014, 20:45:52 »

Jetzt sitzt die Mutter auf dem Ei - nicht das junge Taubenmädchen.

Völlig verrückt. So etwas habe ich noch nicht gesehen.
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« Antworten #8 am: 19. Juli 2014, 11:12:25 »

heute Morgen gegen sechs saß auch wer auf dem Ei -
aber als ich schauen wollte, wer das war,
verschwand die Person (äh, der Vogel) flügelschlagend;
später liefen Vater, Mutter und Jungtaube einzeln noch manchmal auf dem Balkon herum,
doch ging keiner zum Ei,
das mutterseelenallein nun auf dem Balkone liegt.

Wer sich auf Fütterung von Jungtäubchen freute, kann das knicken.
Schade.
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« Antworten #9 am: 19. Juli 2014, 12:10:23 »

Mittag.
Das Ei ist um ein paar dm verrollt worden. Vermutlich hat es ein paar Fußtritte gekriegt.
Und der Vater sitzt da, wo das Ei ursprünglich war und gluckelt so vor sich hin,
als würde er mit dem bald schlüpfenden Baby reden.
Da ist aber kein Baby. Das liegt 60 cm entfernt in der Sonne und ist sicher nicht mehr am Leben.
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« Antworten #10 am: 19. Juli 2014, 13:07:01 »

Ich glaub, ich muss korrigieren.
Der Vater kann gestern spät abends das junge Mädchen gar nicht beflirrten wollen
der hat es bedroht und wollte es vertreiben.
Unter Taubens mag sich herumgesprochen haben, dass es hier etwas zu trinken gibt, eben kamen zwei und der Vater hat sich auf den Tisch gestellt und die beiden angegiftet - und seitdem sitzt er wieder auf dem Ei.



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« Antworten #11 am: 19. Juli 2014, 13:40:24 »

halb drei durch - 36 Grad im Schatten
Das ist zu heiß für das Ei - und Papa passt auf.





da sieht man seine Füße - unverwechselbares Kennzeichen
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« Antworten #12 am: 19. Juli 2014, 18:39:19 »

Möglicherweise muss man das "Drama" von gestern korrigieren.
Dann gab es gar kein Drama, sondern die Taubeneltern waren so schlau zu begreifen, dass es furchbar heiß und stickig im Eckchen zwischen den Plastik-Blumentöpfen war. Möglich ist alles.
Dass halbwüchsige Kinder schon mal Brüten spielen, habe ich auch früher beobachtet. Sie spielen auch Nestbau, wenn ihre Eltern das gerade tun.

Wir werden sehen, ich weiß noch nicht, wie ich die Lage interpretieren soll.
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« Antworten #13 am: 20. Juli 2014, 07:30:33 »

und nun?

das Ei hat alleine auf dem Balkon-Fußboden geschlafen, im Regen, aber warm.

Wenn es noch lange da liegt, werde ich mir erlauben, es vorsichtig aufzuknibbeln, um zu sehen, ob da überhaupt ein Baby drin ist.
Tu ich wirklich. Aber auf dem Balkon,
und nicht in der Küche, wo ich als Jugendliche mal einen toten Maulwurf präpariert habe, um meinen kleinen Geschwistern sein Innenleben (Organe, Knochen) zu zeigen.
Wie das gestunken hat, das wird mir heute noch vorgehalten.j
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« Antworten #14 am: 20. Juli 2014, 13:12:02 »

Ja, das wird eindeutig nichts, das Ei ist - mit starker Lampe betrachtet, flüssig.
Schreiten wir zur Tat - schon reibt man mir den toten Maulwurf wieder unter die Nase.

Glaubt bloß nicht, dass Ihr Euch ekeln müsst - den Duft serviere ich ja nicht.



damit dürfte klar sein,
als die Taubeneltern gestern stundenlang nebeneinander vor der Wohnzimmertür gesessen haben und dann zusammen wegflogen, haben sie Trauerarbeit geleistet. Sie sind bisher nicht wieder hier gewesen, jedenfalls habe ich sie nicht gesehen.
Damit endet dies Kapitel.
Es wäre wohl die letzte gemeinsame Brut gewesen, Frau Taube ist in den Wechseljahren.
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