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News: Willkommen im Förmchen! 

Falken-Foermchen  |  Treffpunkte  |  Café des Arts  |  Thema: Doris Herrmann « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Doris Herrmann  (Gelesen 6888 mal)
tutey
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Liebe Deinen Naechsten so lang er noch warm ist


« am: 26. Juli 2013, 07:29:48 »

Liebe Foermchen,
Doris Herrmann ist eine Freundin von mir.  Sie seit Geburt gehoerlos und leider hat ihre Sehkraft in den letzten Jahren sehr abgenommen.  Aber sie laesst sich nicht unterkriegen.  Diese Meldung habe ich gsetern von ihr bekommen:
Hallo Miteinander....
 
So heiss und noch heisser, bis in aller Bälde die Blitze aus den dicken Wolken herunter schiessen werden. Darum den Regenhut, oder bestenfalls starken Helm auf den Kopf bereithalten. Mit Blitzschusse werden was von mir kommen!
 
Aha, nicht schwer zu raten: darf ich mich sehr freuen, allen mitzuteilen, dass das Krimiroman in nächsten Wochen herauskommen wird. Endlich und endlich nach mehr als drei Jahre meiner Bucharbeit wird zum Verkauf bereit sein. Es heisst:
 
Siegburg  -  zwei Morde
                   und
                   drei Kängurus
 
Es ist jederzeit bei mir erhältlich. Man kann bei mir bestellen, es kostet CHF  18.--. Bei Postversand Porto CHF 7.-- kann bis zu 2 Exemplaren, ansonsten 9.- bei 3-4 ausreichen. Alle meine Lieben können bitte an mir mailen:
1. Wieviele Exemplare
2. Genaue Adresse
3. Soll ich signieren?
4. Eventuelle Fragen an mir.
5. Je nach Lust, Freude und Spannung bitte an Freunden und Bekannten weiterleiten.
 
Ich freue mich, von Allen Antworten und Ruckfragen zu erhalten, und
grüsse von Herzen
 
Doris Herrmann
doris.herrmann@intergga.ch

Ich besitze schon mehrere Buecher von ihr, zum Teil autobiografisch, und werde das neue Buch bestellen.
Tutey
« Letzte Änderung: 26. Juli 2013, 07:36:40 von tutey » Gespeichert

Tutey
michaela
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« Antworten #1 am: 30. Juli 2013, 08:38:23 »

Habe mal ein bisschen auf ihrer Seite gestöbert.
Ist ja ein wirklich sehr beeindruckender Lebenslauf.
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tutey
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Liebe Deinen Naechsten so lang er noch warm ist


« Antworten #2 am: 10. Oktober 2013, 19:01:21 »

Das ist natuerlich fuer alle Foermchen gemeint, nicht nur fuer Michaela.  Sie hat mich gebeten eine kleine Bericht ueber diesen Besuch zu schreiben.
 Am Dienstag Morgen war ich bei Doris Herrmann in Reinach, es war ein sehr bewegendes Erlebniss.  Sie ist jetzt 80 Jahre alt, beinahe blind, aber sie laesst sich nicht unterkriegen.









Die Verstaendigung war nicht einfach, als ich sie vor zwei Jahren traf war sie mit einer Gefaehrtin die ihr in die Hand  die Hand buchstabiert hat (Lormen), diesmal haben wir abwechslungsweise in den PC getippt. Und dann hat sie gefragt ob ich sie verstehe wenn sie spricht....ich habe vielleicht 70% verstanden.    Die letzten drei Bilder zeigen noch kleine Kunstwerke, die sie verfertigt hat.
Ich habe noch die ins Englische uebersetzte Selbstbiografie gekauft und bin gerade daran sie durchzulesen.
Ich kenne Doris schon seit vielen Jahren.  Unsere Muetter waren befreundet.  
Wenn man sieht wie mit ihrem Schicksal fertig wird, ihre Lebensfreude spuert, das ist einfach grossartig.
Tutey

« Letzte Änderung: 10. Oktober 2013, 19:04:47 von tutey » Gespeichert

Tutey
kati
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« Antworten #3 am: 11. Oktober 2013, 14:07:18 »

...beachtlich auch, dass sie denn so filigrane Kunstwerke fertig bringt...

Danke tutey fürs Berichten und Bilder!

Liebe Grüsse

kati
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Malve
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« Antworten #4 am: 11. Oktober 2013, 18:22:40 »



Danke Tutey für den Interessanten Bericht.

Eine tapfere Dame die ihr Schicksal meistert.

Werde gelegentlich nach einem Buch nachschauen.

Liebe Grüsse
Malve
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seit gegrüsst Malve

Joe
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« Antworten #5 am: 12. Oktober 2013, 10:21:59 »

Hallo und Guten Morgen,

ich habe mich auch auf der HP von Doris Herrmann informiert. Hut ab wie die Dame ihr Leben meistert und dabei so erfolgreich ist. Ein Rätsel war mir auch wie die Verständigung funktioniert. Das Lormen war mir bis Dato völlig unbekannt. Es ist schon erstaunlich das dies funktioniert. Auch die Brailleschrift zu lesen, ist enorm. In der Berliner U-Bahn gibt es an der Tür (Türöffnungsknopf) eine Info für Menschen die nicht richtig oder gar nicht sehen können. Ich probiere jedesmal, ob ich da was erfühlen kann, aber ich bekomme das nicht hin. Da sind meine großen Patschpfoten nicht empfindlich genug. Darum staune ich immer wieder, dass das funktioniert und wie das Mensche beherrschen können.
Was mich allerdings wundert, warum bei der Kommunikation nicht auch mal auf die alten Morsezeichen zurückgegriffen wird. Sicher ist es dafür besser, wenn man hörend ist, aber es geht auch völlig ohne. Und man kann auch mit einer Grobmotorik und einem Finger in die Handfläche morsen. Auch mit einer Taste direkt in den PC morsen, mit Anzeige der Buchstaben, ist möglich. Wenn man sich mit dem Morsen auseinander setzt, wird man feststellen, dass dies auch eine recht einfache Möglichkeit der Verständigung ist. Es gibt wohl kaum etwas einfacheres. Wir Funkamateure, die das Morsen beherrschen, sind gerade dabei das Morsen als Weltkulturerbe zu erhalten. Kommerziell wird das Morsen nicht mehr benötigt und ist mehr oder weniger abgeschafft, bis bei uns Funkern, wo sich diese Art der Verständigung wachsender Beliebtheit erfreut. Und obwohl auch bei uns nicht mehr Prüfungsrelevant, ist das die Hauptbetriebsart. Bitte nicht falsch verstehen. Ich will kein besser oder schlechter postulieren, sondern nur eine weitere Möglichkeit der Kommunikation anbieten. Morsen kann man mit Fingern, Füßen mit der Zunge, Nase und etc. etc.
Ein schönes Wochenende und alles, alles Gute. Joe
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Alles wird gut!
tutey
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Liebe Deinen Naechsten so lang er noch warm ist


« Antworten #6 am: 12. Oktober 2013, 19:59:26 »

Ich bin nicht einmal sicher wie weit Doris Braille beherrscht, sie ist ja erst vor etwa 20 Jahren erblindet.  Vor langer, langer Zeit hatte ich mir auch einmal das Morsealphabet beigebracht und habe ich in meiner Jugend sehr fuer Funk und Kurzwellenradios interessiert. 
Was das Lormen anbetrifft glaube ich doch dass es fuer die Verstaendigungen besser geeignet ist.  Ich habe zugeschaut wie das bei Doris geschieht wenn sie eine Helferin bei sich hat, und ddas geht sehr schnell.
Tutey
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Tutey
michaela
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« Antworten #7 am: 13. Oktober 2013, 07:25:40 »

Vielen Dank für den Bericht, tutey.

Ich bin ja gerade dabei, die Biographie zu lesen. "Geboren im Zeichen des Känguruhs"
Die habe ich ganz preiswert gebraucht zu kaufen bekommen und dabei ist sie sogar von Doris Herrmann handsigniert.

Also wer sich für den spannenden Lebenslauf einer echt starken Frau interessiert und Tiere mag - dem kann ich das Buch nur empfehlen. Eine Kämpferin von Kindheit an.
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Mariele
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« Antworten #8 am: 13. Oktober 2013, 10:01:06 »

Das ist wirklich interessant und,
Hut ab vor Frau Herrmann !

Joe, kannst du ein bissli mehr vom Morsen erzählen, so für Morselaien ?
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Liebe Grüße  Käferchen

Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.
(Astrid Lindgren)

Joe
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« Antworten #9 am: 13. Oktober 2013, 15:41:46 »

Hallo Mariele,

das Morsen ist schon eine sehr alte Art der Kommunikation und wurde anfänglich von Samuel Morse erdacht und letztendlich von Friedrich Clemens Gerke perfektioniert. Im Grunde besteht das System aus einer Kombination von Punkten, Strichen und Pausen. Der Buchstabe E besteht aus einem Punkt, also ein kurzes tut bzw. dith wie wir sagen. Ein T besteht aus einem Strich, also ein langes tuuut, bzw. nennen wir das dah. Ein Strich ist dabei so lang wie 3 Punkte. Die Kombination von dith und dah ergibt dith dah und steht für den Buchstaben A. Man ließt das auch oft so; E = . und T = - und A = .-
Die Buchstaben ergeben ein sogenanntes Klangbild. Man merkt sich also im Normalfall nicht Punkt Strich für das A, sondern das Klangbild dith dah. Das gilt für alle Buchstaben, Zahlen und Satzeichen. Ein L = .-.. wäre dann ein dith dah dith dith. Musikalische Menschen haben es daher sehr leicht das Morsen zu lernen. Im Prinzip kann fast jeder das Morsen lernen. Es ist nur für das Gehirn anfänglich etwas komplett Neues und daher verzweifeln die Lernenden oft, wenn schon beherrschte Zeichen wieder vergessen oder verwechselt werden, sobald eine neues Zeichen des Alphabetes dazu kommt. Das ist aber alles vollkommen normal. Auch sollte man beim lernen nicht mit einem zu langsamen Tempo beginnen, sondern doch schon recht flott einsteigen, denn sonst kann man keine Melodie also kein Klangbild erkennen bzw. hören. Interessant ist auch, dass man eigentlich schon mit zwei Drähten morsen kann. Entweder sie berühren sich und schließen einen Stromkreis, oder halt nicht. Um das ganze etwas solider bewerkstelligen zu können hat man dann die Morsetaste erfunden, von denen es unzählige Typen gibt. Entweder mechanische oder auch elektrische bzw. Kombinationen daraus. Auch über PC-Tastatur kann man Morsezeichen generieren. Warum macht man das heute noch, obwohl das Morsen eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist? Na ja, das ist wie mit einer Fremdsprache, wenn man sie kann freut man sich. Wichtig ist auch, dass ich mich mittels Morsezeichen und den am englischen angelehnten Funkabkürzungen mit jedem Funker in der Welt verständigen kann, egal welche Muttersprache er spricht. Auch technisch betrachtet ist ein Funkgerät für Telegraphie viel einfacher zu bauen als ein Sprechfunkgerät und dazu kann ich noch mit viel weniger Ausgangsleistung, kurz Power, viel weiter funken als mit einem Sprechfunkgerät gleicher Leistung. Daraus resultiert Morsen ist relativ einfach zu lernen und zu beherrschen, mit einfachster Technik bei größter Reichweite. Also unterm Strich steht das für eine sichere Kommunikation. Alles andere, bessere und schnellere, ist viel komplizierter und störanfälliger und brauch mehr Power. Bei großen Naturkatastrophen im In- und Ausland brechen die Kommunikationswege oft zusammen, aber die Funkamateure die Telegraphie machen, mit oft selbstgebauten Geräten und einem Hosentaschenakku und eine Drahtantenne, funken weiter und halten die Kommunikation aufrecht.
Und um wieder den Dreh hier her zu bekommen, zum eigentlichen Thema, Wir haben viele Blinde Menschen und anderweitig gehandicapte Menschen in unseren Reihen die Morsen was das Zeug hält und man merkt als Gegenstelle nichts davon. Man kann mit Tönen morsen, mit Licht, mit Klopfen und auf alle sich vorstellbaren Möglichkeiten. Für Kinder sehr beliebt ist bei Veranstaltungen immer das Fuß-Morse-Diplom, bei dem die Kinder ihren Vornamen mittels linken Fuß in Morsezeichen geben müssen. Das ganze mittels einer großen Fußmorsetaste aus Holz. Der Möglichkeiten gibt es viele. Ich könnte noch weiter und weiter schreiben, aber das soll ja hier kein Buch werden.

Die Vorstellung des Morsealphabet's

Morse Code Song

Beethoven mal anders

http://www.zerobeat.net/morse505.html

und noch mal das Alphabet

http://www.learnmorsecode.com/
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Alles wird gut!
Malve
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« Antworten #10 am: 14. Oktober 2013, 06:05:29 »


 Tutey und Joe vielen Dank für die Intressanten Beiträge.

Ich sehe da kann man noch viel lernen und sich mit lormen und morsen beschäftigen.

Das Buch "Geboren im Zeichen des Kängurus " werde ich mir jedenfalls kaufen.
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seit gegrüsst Malve

Mariele
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« Antworten #11 am: 14. Oktober 2013, 08:06:33 »

@ Joe



http://www.learnmorsecode.com/atozslow.mp3



 Lächelnd
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Liebe Grüße  Käferchen

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tutey
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« Antworten #12 am: 14. Oktober 2013, 19:50:31 »

Vielen Dank Joe.  Der beruehmteste Code ist ja SOS "...---...", dass es "save our souls" bedeuten soll wurde erst spaeter hinein interpraetiert.
Aber ich glaube heute Abend bin ich zu muede das Morse-Alphabet zu studieren.  
Tutey
P.S.  Wie waere es wenn die Foermchen auf Morsen umstellten..., es duerfte gar nicht so schwierig sein, weil der Anfang ist schon gemacht.  Wir sind doch ein Huehnerhaufen, also ein  Hilferuf toent so: ga ga ga gaaa gaaa gaaa ga ga ga  
Ich glaube ich gehe lieber schlafen...
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2013, 09:59:45 von tutey » Gespeichert

Tutey
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« Antworten #13 am: 15. Oktober 2013, 07:56:57 »



Tutey 
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« Antworten #14 am: 16. Oktober 2013, 14:32:59 »

Ich habe Doris geschrieben dass ich ueber sie im Foermchen erzaehlt habe und habe gefragt ob sie etwas dagegen hat wenn ich ihre e-mail Adresse bekanntgebe ...im Gegenteil, sie wuerde sich ueber Kontakt mit Euch freuen.  Also die Adresse ist doris.herrmann@intergga.ch
Sie wohnt in Reinach.
Tutey
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Tutey
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